Hüttenberg gelingt beeindruckender Paukenschlag
29. Juli 2010
BERO-Cup: TVH bezwingt dank toller Abwehrleistung Bundesligisten HSG Wetzlar
LINDEN (vk). Der dritte Spieltag beim 19. Handball-Turnier um den BERO-Linden-Cup der MSG Linden hatte es in sich. Rund 1100 Zuschauer wollten das Mittelhessen-Derby zwischen Bundesligist HSG Wetzlar und dem Zweitligisten TV Hüttenberg sehen und sorgten schon im ersten Spiel für lange Warteschlangen. Überraschend setzte sich der bärenstarke TVH mit 24:21 (15:11) gegen den Bundesligisten aus Wetzlar durch und sorgte damit für einen ersten Paukenschlag beim Turnier in Linden.
In der Gruppe B hatte sich der VfL Gummersbach mit 38:23 (20:8) gegen Drittligist HSG Pohlheim durchgesetzt und spielt nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel heute um 20.15 Uhr im Bundesliga-Duell gegen die MT Melsungen um den Gruppensieg und damit den Einzug in das Finale. Alles klar dagegen ist in der Gruppe A. Hier setzte sich Hüttenberg mit 6:0 Punkten vor der HSG Wetzlar (4:2) durch und steht damit am Samstag um 19.30 Uhr im Endspiel.
HSG Wetzlar - TV Hüttenberg 21:24 (11:15): Eine bärenstarke, ungemein aggressive und flexible 3:2:1-Deckung des ambitionierten Zweitligisten aus Hüttenberg war die Grundlage für den überraschenden Sieg der Hüttenberger. Der TVH führte von Anfang an , abgesehen vom Führungstor durch Kevin Schmidt, und setzte sich nach dem 2:1 (4.) durch Andy Lex sogar auf 7:4 (11.) durch den überragenden Florian Billek ab. Der Bundesligist konnte beim 9:9 (20.) durch Alois Mraz zwar wieder egalisieren, doch drei Billek-Siebenmeter-Tore und ein Andy Scholz-Tor sorgten nach 25 Minuten für eine Hüttenberger 13:9-Führung. Mit 15:11 für den Zweitligisten wurden die Seiten gewechselt. Auch nach Wiederbeginn arbeitete die TV H-Abwehr überragend, so dass sogar Trainer Jan Gorr ins Schwärmen geriet. „Das fasziniert mich auch immer“, lobte er seine Abwehr. Beim 14:17 (40.) hatte der Ex-Magdeburger Peter Jungwirth den Rückstand für Wetzlar verkürzt. Doch es war nicht wie bei so manchen Aufeinandertreffen beim Linden-Cup in den letzten Jahren als die HSG Wetzlar die Partie immer mal wieder drehte. Hüttenberg hielt beharrlich seinen Vorsprung. Michael Stock traf von Linksaußen zum 22:17 (49.). Daniel Valo verkürzte schließlich schon vier Minuten vor Schluss auf den 21:24-Endstand aus Sicht des Bundesligisten. „Wir haben richtig gut gespielt und alles gegeben, nur Kleinigkeiten wie unser Überzahlspiel sind noch zu verbessern, aber in der Abwehr hat schon ein Rädchen in das andere gegriffen“, lobte Jan Gorr. „Gegen so eine stabile 3:2:1-Abwehr müssen wir uns mehr einfallen lassen, das war zeitweise zu kopflos, mir hat auch ein bisserl das Feuer gefehlt“, sagte Wetzlars Trainer Michael Roth, der auch die Chancenverwertung seiner Mannschaft monierte.
HSG Wetzlar: Weber, Hacko; Schmidt (4/1), Rompf, Salzer (3/3), Valo (2), Jungwirth (2), Mraz (3), Loh (1), Müller (2), Schneider, Chalkidis (n.e.), Friedrich (4/2), Kristjansson, Ludwig.
TV Hüttenberg: Ritschel, Redwitz; Andreas Lex (3), Faulenbach, Laudt (4), Sebastian Weber (3), Stefan Lex (2), Scholz (2), Fernandes, Bepler, Schneider, Langenbach, Billek (7/5), Pausch (2), Stock (1).
VfL Gummersbach - HSG Pohlheim 38:23 (20:8): Der Europacupsieger der Pokalsieger landete erwartungsgemäß den zweiten Sieg. Allerdings bot Drittligist HSG Pohlheim eine gute Leistung.
Gummersbach: Stojanovic, Hammerschmidt; Krantz (1), Wagner (5), Schindler (2), Vukovic (5), Multhauf, Anic (2), Wiencek (2), Rother (1), Lützelberger (2), Eisenkrätzer, Teppich (5/3), Valcic (2), Pfahl (5/2), Zrnic (6/3).
Pohlheim: Wüst, Schwellnus; Hirz (1/1), Fay (1), Faulenbach (4), Weisel (3), Mischa Schneider, Landvogt (1), Christian Schäfer (4), Kleimann (1), Sahin, Dannwolf, Ohrisch (1), Voss-Fels (4), David Billek (3).
Heute, 18.30 Uhr, Gr. B: HSG Pohlheim - HSG Dilltal; 20.15 Uhr, Gr. B: VfL Gummersbach - MT Melsungen.















