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Karriereende? »Das ist noch weit hin«

Gießener Allgemeine Zeitung

Samstag, den 04. März 2017 um 17:39 Uhr

Der 35-jährige Tomáš Sklenák trägt seinen Teil zum Erfolg von Handball-Zweitligist TV Hüttenberg bei und erklärt im Gespräch Gründe für den Höhenflug.

Markus Röhrsheim. Zweitliga-Rückkehrer TV Hüttenberg hat sich, sicherlich für viele überraschend, an der Tabellenspitze der 2. Handball-Bundesliga etabliert. Nie schlechter als Tabellenplatz sieben nach dem zweiten Spieltag und mit sogar einem Ausreißer auf dem Platz an der Sonne mischt der Aufsteiger im Titelrennen mit und hat sich aktuell auf Platz zwei festgesetzt. Doch noch ist es nach knapp zwei Dritteln der Saison eng in den oberen Gefilden. So trennen den TVH nur vier Punkte vom heutigen Gegner, dem VfL Bad Schwartau, und selbst bis zu Erstliga-Absteiger ThSV Eisenach auf Rang sieben sind es nur sechs Punkte.

Ein Hüttenberger, der den Aufstieg in die Erste Liga schon einmal erlebt hat, ist Tomáš Sklenák. Im Sommer 2013 schaffte der tschechische Ex-Nationalspieler als verlängerter Arm auf dem Spielfeld von Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson mit dem ThSV Eisenach den Sprung ins Oberhaus. Nach zehn Jahren in Thüringen folgte der vorgestern 35 Jahre alt gewordene Mittelmann im Sommer 2015 dem Isländer nach Mittelhessen, wo er einen Dreijahresvertrag unterzeichnete, dort aber lange zum Zuschauen verdammt war, da er sich direkt nach Vertragsabschluss einen erneuten Kreuzbandriss zuzog. Mittlerweile steht Sklenák aber seit über einem Jahr wieder auf dem Spielfeld und steuert im Wechsel mit Dominik Mappes das erfolgreiche Spiel des selbst ernannten Original aus Mittelhessen.

Nach einer für einen Handball-Profi ungewöhnlich langen Zeit von zehn Jahren bei einem Verein war »der Anfang in Hüttenberg natürlich eine Überraschung und auch hart für mich und meine Familie. Nach zehn Jahren in Eisenach mussten wir hier erst einmal alles neu suchen. Aber wir haben uns gut eingelebt. Meine große Tochter geht nun hier schon zur Schule und die zweite in den Kindergarten.«

Das Engagement in Mittelhessen war für ihn auch eine neue Chance. »Ich war sehr froh dass Adli mich kontaktiert und mir ein Angebot unterbreitet hat. Dabei war mir die Vertragslaufzeit von drei Jahren sehr wichtig.« Die Verbindungen nach Eisenach sind aber auch eineinhalb Jahre nach dem Abschied nicht abgebrochen. Beim Heimspiel im Dezember gegen seinen Ex-Klub wurde er von den Eisenacher Fans, trotz deren Niederlage, gefeiert. »Die Eisenacher Fans haben mir auch nach dem Abschied viel geschrieben. Das nach dem Spiel war geil, das werde ich nicht vergessen«, sagt der Regisseur. Trotzdem hat er natürlich auch in Hüttenberg seine Fanbeziehungen. »Hier sind auch viele tolle Leute mit denen ich nach den Spielen gerne rede. Nach zehn Jahren war es in Eisenach sicherlich einfacher. Hier ist es etwas anders, mehr junge Fans, die jungen Trommler. Das ist auch toll.«

Auch das Jobsharing mit dem speziell in den letzten Spielen wieder sehr stark auftrumpfenden Eigengewächs Dominik Mappes sieht er, trotz manchmal daraus resultierenden kürzeren eigenen Einsatzzeiten, positiv. »Durch meine Verletzung war es zunächst für mich sehr schwierig. Eine Woche nach der Vertragsunterschrift habe ich mir zum zweiten Mal das Kreuzband gerissen. Aber es war immer meine Motivation zu zeigen was ich kann. Optimal ist es immer noch nicht, aber vielleicht bin ich auch zu selbstkritisch. Ich habe selten jemanden gesehen, der wie Dominik in so jungen Jahren schon so weit ist.« Zumal sich beide auch oftmals auf dem Spielfeld prima ergänzen. »Wir stehen manchmal auch zusammen auf dem Spielfeld, wenn wir mehr Schnelligkeit im Spiel brauchen oder die anderen ein paar Minuten schnaufen müssen. Dominik ist sehr clever und hat ein gutes Auge. Wir verstehen uns auch im Spiel sehr gut. Ich weiß was er macht und er weiß was ich mache.«

Für den bisher überragenden Saisonverlauf hat der Tscheche durchaus Erklärungen. »Als ich nach Hüttenberg kam, war ich sehr überrascht über die Chemie in der Mannschaft. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir viele junge Spieler haben. Der Spaß ist wichtig, dann kommt alles dazu. Wir haben aber auch super gearbeitet und sind dann ohne Stress, ohne feste Vorgabe eines Platzes in die Saison gestartet.« Wichtig sei auch der breite Kader. »Manche Mannschaften haben nur acht, neun Spieler, die immer spielen müssen. Bei uns ist es eigentlich egal, wer spielt. Und ganz besonders toll ist, dass wir untereinander keinen Konkurrenzkampf haben. Das kenne ich auch anders.«

Und konkretisiert die eigene Stärke weiter. »Sport ist manchmal einfach. Man kann auch verlieren. In die Rückrunde sind wir nicht so gut gestartet. Aber wir haben zusammen Spaß und gehen so von Spiel zu Spiel. Man merkt, dass die meisten Jungs schon lange zusammen spielen. Das ist etwas Besonderes hier. Das ist wie eine kleine Familie. Es erinnert mich an meine ersten beiden Jahre in Eisenach.«

Mit seiner eigenen Zukunftsplanung hält sich der Tscheche bedeckt. Obwohl er im Sommer 2018, wenn sein Vertrag in Hüttenberg ausläuft, mit dann 36 Jahren im gehobenen Handballalter sein wird, will er sich mit dem Gedanken an ein Karriereende noch nicht beschäftigen. »Das ist noch weit hin. Ich will nur von Spiel zu Spiel schauen. Ich bin sehr froh wenn ich aus jedem Spiel und Training gesund nach Hause komme. Wenn ich gesund bleibe, will ich auch nach 2018 weiter Handball spielen. Ich liebe Handball. Dann muss man sehen, was möglich ist.«


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