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TV 05/07 Hüttenberg vs. TSV GWD Minden
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SG Flensburg-Handewitt vs. TV 05/07 Hüttenberg
SG Flensburg-Handewitt
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Damoklesschwert schwebt über Sporthalle

Gießener Allgemeine Zeitung

Samstag, den 01. April 2017 um 15:00 Uhr

Von Markus Röhrsheim. Zwei Drittel der Saison sind absolviert in der 2. Handball-Bundesliga. Der TV 05/07 Hüttenberg steht als Liga-Rückkehrer auf einem sensationellen zweiten Tabellenplatz und klopft mit Macht an die Tür zur Beletage des deutschen Handballs. Doch die Sporthalle des TV ist nicht erstliagatauglich.

Anfangs wurde der unerwartete Höhenflug noch mit Aufstiegseuphorie oder auch Unterschätzen der Konkurrenz erklärt. Doch sprechen die Fakten – 18 Siege in den bisherigen 26 Spielen, drittbeste Liga-Offensive, fünftbeste Abwehr der Klasse – und, vor dem letzten Wochenende, als einzige Mannschaft mit Dominik Mappes und Daniel Wernig zwei Spieler in der Topten der Torschützenliste eine deutliche Sprache. So deutlich, dass sich die Verantwortlichen beim TVH zwangsläufig mit dem Thema Aufstieg befassen müssen. Wir sprachen daher vor dem Spiel heute (19.30 Uhr) gegen die TSG Ludwigshafen-Friesenheim mit Lothar Weber, Geschäftsführer der Marketing-Gesellschaft Hüttenberg, wie realistisch dieses Thema ist. Dabei gibt es nur sportlich etliche Aufgaben, die auf den Traditionsverein warten.

Herr Weber, vor gut zwei Jahren haben wir uns über den damaligen Abstieg in die 3. Liga unterhalten. Was ist seitdem passiert?

Lothar Weber (überlegt einen Augenblick): Das kann ich auch nicht richtig sagen. Wir haben eine gute Truppe zusammen, die charakterlich absolut in Ordnung ist. Auch neben dem Spielfeld. Die Jungs glauben an sich. Zudem haben wir einen Trainer, der so akribisch arbeitet, wie sein Vorvorvorgänger. Momentan fehlt allerdings etwas die Lockerheit. Vielleicht machen sich die Jungs in der aktuellen Situation auch ein paar Gedanken zu viel. Und natürlich haben wir das Glück, von schweren Verletzungen verschont zu bleiben, was andere Vereine nicht haben. Aber das hatten wir ja auch schon.

Überrascht der aktuelle Status auch Sie?

Weber:  Der überrascht alle. Alles passt, außer der Zuschauerzahl. Das ärgert mich kolossal. Eigentlich müssten 1200 bis 1300 Zuschauer alleine aus Hüttenberg möglich sein. Aber ich kann die Leute ja nicht in die Halle tragen.

Wenn es denn so kommen sollte, würde der TVH, auch nach den Erfahrungen des letzten Aufstiegs 2011, diese Option wahrnehmen?

Weber: Wenn die Mannschaft sportlich dieses Ziel erreicht, können wir es ihr ja nicht verwehren.

Auch im Hinblick auf die Gefahr, dass danach wieder Trainer und Spieler durch ihre Leistungen noch mehr in den Blickpunkt finanzkräftigerer Vereine geraten und nicht in Hüttenberg gehalten werden können?

Weber: Stimmt. Diese Gefahr besteht natürlich immer. Wahrscheinlich auch in diesem Fall. Die Erstligisten werden sicherlich noch aufmerksamer auf uns werden.

Kann der TVH die erste Liga finanziell und organisatorisch überhaupt stemmen? Bekanntlich ist der Etat ja selbst in der 2. Liga weit weg von der Spitze. Gibt es schon Signale für zusätzliche Sponsorengelder?

Weber: Machbar ist es sicherlich. Auch 2011/2012 haben wir kein Geld draufgelegt. Die Mannschaft für die nächste Saison steht ja größtenteils. Eventuell würden wir dann punktuell noch etwas tun. Aber wir machen keine Klimmzüge. Wir würden auch in der 1. Liga vernünftig haushalten. Es gibt Sponsoren, die nur in der 1. Liga national werben. Dort und auch ansonsten kommt eventuell der eine oder andere dann aktiv auf uns zu. Ansonsten müssen wir Geldgeber akquirieren. In der nächsten Runde ist die Fernsehpräsenz in der 1. Liga deutlich besser. Das macht es natürlich für Sponsoren interessanter.

Die Hüttenberger Halle ist aber nicht mehr erstligatauglich. Welche Optionen gibt es für die Heimspiele?

Weber: Wir könnten schon in der Halle spielen, dürfen aber nicht. Nach Vorgaben der HBL ist eine Kapazität von Minimum 2250 Zuschauern Pflicht (die Sporthalle Hüttenberg hat maximal 1450 Plätze – Anm. d. Red.). Wir haben schon viele Gespräche geführt. Die Osthalle in Gießen wäre eine Option. Aber nur für ein paar Spiele, denn da ist ja auch Basketball-Bundesligist Gießen 46ers drin. Wir haben überall geguckt. Richtung Norden ist nichts, und Richtung Süden müssten wir 70 bis 80 Kilometer nur für ein Heimspiel fahren! Auch die Vorgaben für die Halle zeigen, dass man die Dorfvereine gar nicht in der ersten Bundesliga haben will. Die sind irgendwann weg vom Fenster, weil die Auflagen immer höher werden. Diese Rahmenbedingungen können kleinere Kommunen gar nicht leisten. Daher gibt es mit uns und Leutershausen auch nur noch zwei Dorfvereine. Die Halle ist das Grundproblem für uns bei einem eventuellen Aufstieg, ganz klar.

Welche Effekte versprechen Sie sich von der 1. Liga, sofern der TV aufsteigt?

Weber: Wir müssen mit der Halle vernünftige Lösungen finden. Es wäre fatal, der Mannschaft zu sagen, dass sie nicht aufsteigen kann, weil wir das Problem Halle nicht lösen können. Die erste Liga ist natürlich reizvoll.

Zuletzt gab es einige personelle Berührungspunkte mit dem Nachbarn HSG Wetzlar (Moritz Zörb, Christian Rompf, Jonas Müller, Tobias Hahn), aus denen man ableiten könnte, dass sich das Verhältnis gebessert hat. Würde durch einen Aufstieg die Rivalität neu entfacht?

Weber: Von unserer Seite sicherlich nicht. In dem einen Jahr, als wir in der 1. Liga waren, hat auch keiner darunter gelitten. Natürlich können wir die Spieler, die in Wetzlar nicht zum Zug kommen, gebrauchen. Ihnen war klar, dass sie bei uns nicht das Geld wie in Wetzlar verdienen können. Bei der aktuellen Ausrichtung der HSG haben die jungen Leute wie Moritz Zörb und Jonas Müller dort keine Chance.

Würde bei einem Aufstieg erst einmal nur an die kommende Saison gedacht – oder sehen Sie Chancen, den TVH wieder dauerhaft in der 1. Bundesliga zu etablieren?

Weber: Es wäre utopisch, mehr als eine Saison als Ziel auszugeben. Die Aufsteiger haben es grundsätzlich schwer, wie die letzten Jahre gezeigt haben. In dieser Saison ist es mit Erlangen und Minden vielleicht ein wenig anders. Als Dorfverein ist es eigentlich nicht mehr möglich. Auch gibt die Region Mittelhessen wirtschaftlich meiner Meinung nach keine drei Erstligisten her. Wir müssen alle immer an denselben Futtertöpfen nagen.


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