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Jan Gorr drückt beide Daumen

Gießener Allgemeine Zeitung

Donnerstag, den 01. Juni 2017 um 13:33 Uhr

Vor dem Handball-Knaller-Samstag: Experten fiebern mit TV 05/07 Hüttenberg und U 19 der HSG Wetzlar

(gae). Der Countdown läuft. Noch zwei Tage bis zum Handball-Showdown. Der TV 05/07 Hüttenberg steht am Samstag um 18 Uhr in Würzburg bei den Rimpar Wölfen vor der Rückkehr in die Bundesliga. Und die U 19-Junioren der HSG Wetzlar greifen in der Dutenhofener Sporthalle zeitgleich im Rückspiel gegen die Füchse Berlin nach dem nationalen Titel. Mittelhessisches Handball-Herz, was willst du mehr. Wir haben bei Experten nachgefragt, die ebenfalls dem Super-Handball-Pfingstsamstag entgegenfiebern.

Torsten Steinmüller (langjähriger Torwart bei den TSF Heuchelheim): Diese beiden Erfolge der heimischen Mannschaften sind in diesem Ausmaß sehr überraschend, aber auch gleichzeitig symptomatisch für eine kontinuierliche Arbeit beider Klubs. Hierbei, finde ich, kann man den Erfolg von Hüttenberg fast mit einem Märchen vergleichen. Ich denke, es ist zum Teil vergleichbar mit dem Aufstieg von Huddersfield in England. Es ist eine wahre Teamleistung mit einem sehr guten Trainer. Bei der HSG bin ich etwas näher dran, momentan bin ich hier in der U 15 als Torwarttrainer tätig, wenn es meine Arbeitszeit zulässt. Die U 19-Mannschaft ist technisch überragend ausgebildet. Auch hier existiert ein extrem großer Teamgeist, der von einem sehr guten Trainerteam super gefördert wird. Hier haben sich die letzten Jahre der kontinuierlichen Arbeit bezahlt gemacht. Es gibt jedoch aus meiner Sicht extrem viel Talent in diesem Team, was man nicht alles aufzählen kann. Allerdings verbinde ich als Torwart diesen Erfolg direkt mit einem Namen, Till Klimpke. Die Mannschaft gehört sicherlich zu den stärksten in Deutschland, aber der Torwart ist aus meiner Sicht in diesem Alter eine herausragende Erscheinung und macht vielleicht gerade in der entscheidenden Phase den Unterschied aus.

Thomas »Turbo« Schäfer (Meistertrainer HSG Wettenberg Frauen): Für Hüttenberg freut es mich ungemein, dass sie es von der dritten in die zweite geschafft haben und nun kurz vor dem Aufstieg in die Bundesliga stehen. Das zeugt von einer guten Arbeit im Verein. Und mit Blick auf die Jugend wird insgesamt eine gute Jugendarbeit verrichtet. Auch was die HSG Wetzlar betrifft. Von der Jugend gibt es immer mal Spieler, die es in den Bundesligakader schaffen. Die Wetzlarer Bundesliga-Jugend verfolge ich regelmäßig. Till Klimpke zählt zu den besten Nachwuchstorhütern in Deutschland. Und das ist schon ein ausschlaggebender Punkt, dass die HSG um die deutsche Meisterschaft spielt.

Jasmin Camdzic (Co- und Torwarttrainer der HSG Wetzlar): Ich habe das U 19-Spiel in Berlin gesehen. Das war ein super Sieg. Es sieht gut aus. Ich glaube, dass unsere U 19 den Pott holt. Aber man muss auch sagen, dass Berlin kein überragendes Spiel gezeigt hat. Sie können das besser – das habe ich schon gesehen. Aber unsere Jungs spielen zu Hause, die Drei-Tore-Führung bleibt für uns erhalten. Ich erwarte einen knappen Ausgang in der Dutenhofener Halle. Unser Torwart Till Klimpke hat eine gute Leistung in Berlin abgeliefert. Er spielt schon eine große Rolle, seine Leistung muss bei diesem Rückspiel stimmen. Aber es gehört zur Mannschaftsleistung dazu. Das Spiel von Hüttenberg in Würzburg gegen Rimpar ist für die zweite Liga ein großes Ereignis, weil der Sieger aufsteigt. Ich finde, dass beide Mannschaften dort überraschend stehen. Ich sage: Wer gewinnt, hat den Aufstieg verdient. Und was unseren Nachbarn betrifft: Wenn sie da punkten, herzlich willkommen in der Bundesliga.

Jochen Beppler (DHB-Jugend-Bundestrainer): Ich mache am Samstag die Siegerehrung in Dutenhofen. Die Bedeutung und der Stellenwert vom Handball im mittelhessischen Raum wird durch die Ergebnisse deutlich untermauert. Das ist für den Handball in unserer Region sensationell. Aber man darf nicht den Blick auf die Gesamtstruktur verlieren. Auf der einen Seite haben wir dann zwei Erstligisten und womöglich superstarke A-Jugendliche, die für einen direkten Sprung in Liga eins noch Entwicklungszeit benötigen. Dafür wäre es super, wenn wir einen oder zwei Drittligisten hätten, in denen die ambitionierten Talente behutsam in den Aktiven-Bereich geführt werden, damit sie ganz oben bestehen können. Man soll das nicht so verstehen, dass ich das Haar in der Suppe suche. Man soll einfach die ganzheitliche Betrachtung nicht vernachlässigen. Natürlich muss es mit den Zuliefer-Klubs wie Heuchelheim, Pohlheim und Langgöns, um einige zu nennen, weitergehen. Und man muss schauen, dass man Abnehmer hat. Die Situation, die wir vor zwei Jahren hatten, als mit Poltrum und Hanemann zwei Jugendnationalkeeper durch Hessen durch an allen Drittligisten vorbei bis nach Konstanz gehen – das ist eine Sache, die du in anderen Regionen kaum erklären kannst. Die tollen Erfolge, die hier produziert werden, sollen ja auch eine Nachhaltigkeit erfahren. Es wäre schade, wenn wenig davon hierbleibt.

Jan Gorr (Cheftrainer HSC 2000 Coburg): Es ist ein deutliches Zeichen dafür, wie hoch die Handball- und Leistungsdichte im mittelhessischen Raum ist. Der DM-Titel im A-Jugendbereich ist das Größte, was man national erreichen kann, und Hüttenberg vor der Rückkehr in die Bundesliga – das ist eine bedeutende Geschichte. Ich habe das eine oder andere Spiel von Hüttenberg live in der Halle miterlebt. Ich komme ja von dort, und deshalb komme ich natürlich auch immer wieder gerne dorthin zurück. Es muss nun das Ziel sein, aus solch guten Jahrgängen Spieler für die Bundesliga zu rekrutieren. Bei mir war es damals in Dutenhofen so, als wir mit der B-Jugend deutscher Meister wurden. Das waren so Spieler wie Sven Pausch, Andreas Lex, Sebastian Weber und Mario Allendörfer, die allesamt später zweite oder erste Liga gespielt haben oder noch spielen. Das ist für den Verein eine Riesenchance, auch in Bezug auf Identifikation. Und konkret bezogen ist das Till Klimpke, der eine tolle Entwicklung genommen hat. Ich glaube, er hat einen Löwenanteil an der aktuellen Situation. Wir spielen zwar selbst in Stuttgart, aber ich werde versuchen, up to date zu sein. Und natürlich drücke ich beiden heimischen Mannschaften die Daumen.


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