• Unsere Sponsoren
  • Unsere Sponsoren
  • Unsere Sponsoren
  • Unsere Sponsoren
  • Unsere Sponsoren
  • Unsere Sponsoren
  • Unsere Sponsoren
  • Unsere Sponsoren
  • Unsere Sponsoren

Nächstes Spiel

Sa, 25.11.2017, 20.30 Uhr
TV 05/07 Hüttenberg vs. TSV GWD Minden
TVH vs. TSV GWD Minden
Shuttlebus:
  • Abfahrt Hüttenberg:
    19.00 Uhr
  • Abfahrt Gießen:
    23.00 Uhr

Fanbus "Bully"

Facebook-News werden präsentiert von

Formaxx AG
Formaxx AG

Letztes Spiel

Do, 16.11.2017, 19.00 Uhr
SG Flensburg-Handewitt vs. TV 05/07 Hüttenberg
SG Flensburg-Handewitt
vs. TVH
38:23 (20:9)

PDFDruckenE-Mail

Vor dem ganz großen Wurf

Gießener Allgemeine Zeitung

Freitag, den 02. Juni 2017 um 08:05 Uhr

Von Markus Röhrsheim. Macht der TV 05/07 Hüttenberg den Aufstieg in die Handball-Bundesliga und damit die Sensation perfekt? Mit einem Sieg beim Rivalen Rimpar am Samstag in Würzburg wäre es geschafft.

Was war das für eine Atmosphäre am letzten Samstag im Hüttenberger Sportzentrum. Gut 1100 Zuschauer, darunter knapp 50 lautstarke Fans der Gäste aus Bietigheim, gaben der Spitzenpartie des Zweiten gegen den Vierten einen würdigen Rahmen und brachten die fantastische Stimmung via Hessen Fernsehen auch in die Wohnzimmer derer, die nicht den Weg in die Halle gefunden hatten.

Die Hüttenberger Handballer waren auf die Sekunde bereit für dieses vorentscheidende Spiel nach einer langen Saison, an deren Ende der Aufstieg in die Handball-Bundesliga stehen soll. Nichts zu spüren von Verunsicherung. Ganz im Gegenteil. Die Mannschaft von Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson trat bis in die Haarspitzen motiviert an, startete furios, ließ sich nicht vom Comeback der SG BBM Bietigheim zum Pausen-Unentschieden beirren, sondern zog ab der 40. Minute spielentscheidend davon. Und wie viel körperliche, aber auch geistige Intensität die Mannschaft in dieses Spiel investiert hatte, zeigten die Emotionen, die selbst erfahrene Spieler wie Daniel Wernig fast sprachlos machten oder zu Jubelausbrüchen beim sonst so cool wirkenden Isländer Eyjólfsson führten.

Zu Recht wurde nach dem Spiel nicht der Spieler des Spiels gekürt, sondern die komplette Mannschaft verdiente sich diese Auszeichnung. Denn das Team hatte in diesem Spiel wieder zurückgefunden zu den Stärken der Vorrunde: Jeder kämpfte für den anderen. Diese Leistung verdiente allerhöchsten Respekt unter Beachtung, dass man durch das Nachholspiel in Rostock unter der Woche noch einer Zusatzbelastung ausgesetzt war. »Wir haben uns am Donnerstag nach zwei Tagen im Bus körperlich alle sehr schlecht gefühlt«, berichtete Kreisläufer Mario Fernandez nach dem Bietigheim-Spiel. »Aber wir haben vor diesem geilen Publikum noch einmal alles rausgehauen.«

Am Samstag um 18 Uhr wird in der s.Oliver-Arena in Würzburg ein ähnlich starker Auftritt nötig sein. Denn: Ein Sieg in der Heimstatt des nur einen Punkt schlechter platzierten Tabellendritten DJK Rimpar Wölfe – und die Sensation wäre perfekt. Der TV 05/07 Hüttenberg würde aus der 3. Liga in die Handball-Bundesliga durchmarschieren. Doch gleichermaßen wie am Vorwochenende will auch der Gastgeber ins Oberhaus und steht genauso unter Druck wie die Handballer aus Mittelhessen. Anders als Bietigheim hat Rimpar aber zuletzt in Ferndorf gezeigt, dass es in der Lage ist, Rückstände noch zu drehen. Zudem spielt das »Wolfsrudel« vor heimischer Kulisse. Wo man in dieser Saison bei 29:7 Punkten bisher nur zweimal unterlag und unter anderem Meister TuS Nettelstedt-Lübbecke und die SG BBM Bietigheim auch nur einen Punkt entführen konnten. Deshalb rüsten die Mittelhessen auch im Fanbereich auf und werden morgen mit Fanbussen und zahlreichen privaten Fahrzeugen in Unterfranken erwartet. Um vielleicht Zeuge eines historischen Triumphs zu werden.

TVH-Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson hat natürlich das große Ziel vor Augen, wollte aber den Sieg gegen Bietigheim nicht überbewerten. »Zwei Punkte – fertig. Jetzt kommt Rimpar. Das nächste Playoff-Spiel«, lautete seine Antwort auf die Frage nach der Bedeutung des Sieges. Um den Triumph zwar kurz zu genießen, dann aber sofort den Fokus auf die nächste, genauso wichtige Aufgabe zu legen.

Schwere der Aufgabe bewusst

»Rimpar ist sehr spielstark und stark im Eins-gegen-Eins. Diese Stärken gilt es zu minimieren und trotzdem unser Spiel konzentriert durchzuziehen. Jeder weiß, um was es geht. Nun kommt es darauf an, welche Mannschaft besser mit dem Druck umgehen kann. Aber für uns ist das eine super Situation, denn wir haben es selber in der Hand. Vielleicht gelingt uns die Überraschung, die Wahnsinns-Sensation. Das wäre dann wie im Märchen.« Und auch Abwehrchef Mario Fernandes ist sich über die Schwere der Aufgabe bewusst. »Rimpar wird alles reinwerfen. Das wird ein sauschweres Spiel«, erwartet der 25-Jährige, der am Anfang seiner Aktiven-Laufbahn bereits die Erstliga-Saison vor sechs Jahren miterleben durfte.

Ein Unentschieden wie beim 30:30 im Hinspiel am zweiten Weihnachtsfeiertag würde dem TVH mehr helfen. Und sogar im Optimalfall schon reichen für die Wiederholung des Wunders von 2011, damals unter Trainer Jan Gorr. So sieht es auch der Rimparer Trainer Dr. Matthias Obinger. »Wir müssen unsere beiden letzten Spiele gewinnen«, hat er im Gespräch mit dem privaten bayerischen Regionalfernsehsender TV touring die Marschroute für die anspruchsvollen beiden Restpartien gegen Hüttenberg und zum Abschluss in Bad Schwartau vorgegeben. Wohlwissend, dass der nur einen Punkt schlechter platzierte Mitkonkurrent TSG Ludwigshafen-Friesenheim mit den Heimpartien gegen die HG Saarlouis und den abgeschlagenen Tabellenletzten HC Empor Rostock die leichteren Aufgaben vor der Brust hat.

Für alle, die nicht den Weg nach Würzburg auf sich nehmen können, wird die Partie live im Internet des HR-Fernsehen übertragen. Womit der HR auf die mitreißende Leistung des TVH gegen Bietigheim und die Fernsehresonanz von bis zu 60 000 Zuschauern bei diesem Spiel reagiert.


0