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SG Flensburg-Handewitt
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Zelt-Dome neben der Halle

Gießener Allgemeine Zeitung

Montag, den 12. Juni 2017 um 10:30 Uhr

Die Frage nach dem Heimspiel-Standort des TV 05/07 Hüttenberg in der Handball-Bundesliga scheint geklärt: Der Club bleibt vor Ort. Allerdings nicht in der Hüttenberger Sporthalle.

Von Ralf Waldschmidt. Es war schon zwei Stunden nach Spielschluss. Die Hauptakteure des Abends feierten den historischen Triumph zusammen mit ihren Anhängern und vielen, vielen bekannten Handballern der Region in ihren rot-blauen Aufsteigershirts noch immer in der zur Kneipe umfunktionierten Halle, deren Boden vom verschütteten Sekt und Bier schon richtig klebrig war. Da gönnten sich mit Lothar Weber und Martin Volk zwei der höchsten Hüttenberger Funktionsträger etwas frische Luft vor der Halle. Endlich war auch deren Anspannung etwas gewichen, das Adrenalin gesunken. Auch für die TVH-Macher war das ein aufregender, ein anstrengender Tag, derweil sie aus der Erfahrung von 2011 aber nur zu gut wissen, dass für sie die Arbeit jetzt erst richtig los geht.

Derweil sich Trainer Aõalsteinn Eyjõlfsson schon Sonntag in seine Heimat Island begab, der Großteil der Mannschaft früh morgens um 5 Uhr im Flieger nach Mallorca jettete und sich ein zuhause gebliebenes Team um Christian Rompf und Mario Fernandes tagsüber mit dem Planwagen auf Siegestour durch die Region machte, gingen die Gedanken von Geschäftsführer und Marketing-Verantwortlichem bereits Richtung 2017/18.

Ein Großteil des neuen TV-Geldes von Sky in Höhe von 240 000 Euro geht für die Spielstätte drauf. Wie Weber und Volk unisono bekräftigten, wird der frischgebackene Erstligist seine Heimspiele weder in Heuchelheim oder Gießen, noch in Wetzlar oder Aschaffenburg, sondern in einer Art beweglichem Zelt-Dome auf dem Festplatz hinter der Hüttenberger Sporthalle austragen. Mietkosten für zehn Monate: 120 000 Euro! Dass dies funktioniert, haben die Bundesliga-Basketballer von RheinEnergy Köln einst mit einer ähnlichen Konstruktion bewiesen. Das Fassungvermögen soll den strittigen, diskussionwürdigen HBL-Bestimmungen von 2250 Zuschauern entsprechen. Anbieter soll - in Zusammenarbeit mit der Bill-Event GmbH – ein Spezialunternehmen aus dem Vogelsbergkreis sein. Damit dürften alle Spekulationen über ein »Outscoring« des Hüttenberger Handballs vom Tisch sein. Dürfte der Dorfverein aus dem Herzen des deutschen Handballs weiter auf eigene Kosten in der von einer einzigartigen Fankultur begleiteten Hüttenberger Halle bleiben, würde das die sportliche Konkurrenzfähigkeit der Mappes und Co. schlagartig um 120 000 Euro verbessern.

Ausgebaut werden soll zudem das Management mit zwei festen Stellen im Marketing- und PR-Bereich, die gut und gerne weitere 50 000 bis 60 000 Euro verschlingen. Denn mit einem überwiegend ehrenamtlichen Engagement wie in der Erstliga-Saison 2011/12 kann man den professionell weiter gewachsenen Bundesliga-Anforderungen 2017/18 nicht mehr gerecht werden. Heißt umgekehrt, für die Verstärkung der Mannschaft sind die Mittel eingeschränkt. Volk geht von noch »ein, maximal zwei Neuverpflichtungen« aus, Trainer Eyjõlfsson hofft »auf zwei, drei Verstärkungen«.

Zwischen der Siegeseuphorie vom Samstag und der Zukunftsrealität nutzte deshalb Martin Volk seine Aufstiegslaudatio dazu, das Hüttenberger Publikum zur Zeichnung von Genussscheinen (ab 399 Euro) bzw. eines Kommanditistenanteils (ab 1000 Euro) bei der vor einem Jahr gegründeten KG zu animieren. 50 000 Euro an Zusatzeinnahmen über diese Module sind das Ziel bis Jahresende, wodurch der TV Hüttenberg der Absicherung des Erstliga-Etats ein Stück näher käme. »Heute wird gefeiert, ab morgen gearbeitet«, hatte Martin Volk deshalb nach der ersten Bierdusche gezielt verkündet.

Übrigens: Die Mannschaft kommt bereits am Dienstag mittag wieder aus Mallorca zurück. Für diesen Tag hat TVH-Chef Lothar Weber Freibier an oder in der Halle angekündigt. Die Aufstiegsparty beim TV Hüttenberg geht dann also weiter.


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