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Auch Auswärtsfluch getrotzt

Gießener Anzeiger

Mittwoch, den 14. Juni 2017 um 07:58 Uhr

TV Hüttenberg legt als Aufsteiger beeindruckende Saison hin / „Mannschaftsleistung sucht ihresgleichen“

HÜTTENBERG. Von Patrick Olbrich. - Schon vor einem Jahr zu vergleichbarer Zeit war der Trubel beim TV Hüttenberg groß. Als einsamer Spitzenreiter war man mit der besten Abschlussstatistik aller Drittligisten in das Bundesliga-Unterhaus zurückgekehrt und durfte eine bemerkenswert starke Spielzeit feiern. Dass man ausgerechnet in dieser Woche wieder überschwänglich feiernd vor dem Sportzentrum Hüttenberg stehen würde und damit den sensationellen Durchmarsch in die 1. Bundesliga geschafft hat, das hätten sich wohl die Wenigsten träumen lassen.

Auch nicht Trainer Adalsteinn Eyjolfsson, der sich – als Ausnahme – schon vor der Spielzeit relativ offensiv gab. „Wir wollen in dieser Saison mindestens den Klassenerhalt schaffen“, proklamierte der Isländer bei der Mannschaftsvorstellung im Sommer 2016. Dabei gab es im Vorfeld der neuen Saison gar nicht mal so viel „vorzustellen“. Als Neuzugänge kamen die beiden Talente Jan Wörner (HSB Heilbronn-Horkheim) und Tim Stefan (SV Henstedt-Ulzburg) sowie der routinierte Linksaußen Christian Rompf vom Nachbarn der HSG Wetzlar. Man hatte also keineswegs zu tief in die Taschen gegriffen, auch weil das Drittligajahr aufgrund geschmälerter Zuschauerzahlen finanziell betrachtet nicht unbedingt das allerbeste gewesen war.

Also blieb die vordergründige Maßgabe, im Idealfall möglichst früh die notwendigen Zähler für den Klassenerhalt zu sammeln und die etatmäßig durchweg weitaus bessergestellten Kontrahenten mit Blick auf die oberen Tabellenränge vielleicht etwas zu ärgern.

Nach einem überraschend deutlichen 31:25-Erfolg beim TV Emsdetten folgte eine bittere Heimniederlage gegen den Mitaufsteiger HSG Konstanz. 24:25 lautete das knappe Resultat gegen die Gäste aus dem Dreiländereck und die Stimmen waren weitestgehend übereinstimmend: „Die 2. Bundesliga wird kein Zuckerschlecken werden.“ So lautete die allgemeine Stimmung.

Zu diesem Zeitpunkt hatte kaum jemand die Hüttenberger Mannschaft auf dem Zettel, die mit ihrer zähen Leidenschaft und dem beeindruckend kühlen Kopf vielen Hürden trotzte. In der Hinrunde folgten anschließend nur noch Niederlagen beim VfL Bad Schwartau (25:29), der TSG Friesenheim (24:25) und dem späteren Meister TuS Nettelstedt-Lübbecke (26:28). „Für diese Hinrunde muss man schon sehr angestrengt nach Kritikpunkten suchen. Das war eine Mannschaftsleistung, die absolut ihresgleichen sucht“, erklärte Eyjolfsson stolz, dessen weitaus schwierigere Passage, wie erwartet, in der zweiten Saisonhälfte folgen sollte.

Kaum verwunderlich, dass bei einer langen Runde mit 38 Begegnungen und einer Mannschaft, hauptsächlich bestehend aus Studenten, Arbeitern und Halbprofis, irgendwann ein wenig die Kräfte schwinden, die Konzentration etwas abgeht und auch Verletzungen auftreten. So litten die Hüttenberger seit der Begegnung beim EHV Aue im März 2017 (25:32) an einem bitteren Auswärtsfluch, der sie mit insgesamt fünf Niederlagen auf fremdem Parkett in Folge begleitete. „Wie oft hat sich in den Köpfen der Jungs sicherlich abgespielt, dass man die große Aufstiegschance vielleicht in dieser Partie aus der Hand gegeben hat. Doch immer wieder konnten sie neue Kräfte schöpfen und sich gegenseitig nach oben ziehen“, lobt Trainer Eyjolfsson und spricht von einer vorbildlichen Mannschaftsmentalität.

Das zeigten die Blau-Roten auch, als es wirklich um die Wurst ging, man mit einem 27:23-Erfolg in Rostock das Auswärtsgespenst vertrieb und danach gegen die SG BBM Bietigheim mit 30:25 noch einen draufsetzte. Nach der engen 30:31-Niederlage beim Mitkonkurrenten DJK Rimpar spitzte sich alles auf einen finalen Showdown zu. Und mit 25:19 rang der Traditionsverein den bereits feststehenden Meister aus Nettelstedt förmlich nieder. Als durchdrang, dass es Rimpar in Bad Schwartau nicht schaffen würde, brodelte das Sportzentrum zu einem mittelhessischen Handball-Hexenkessel hoch. Noch in derselben Nacht trennten sich die Wege des Teams und des Übungsleiters. Die Akteure feierten in Mallorca weiter, während sich Eyjolfsson auf Heimaturlaub in Island begab. Doch eine Wiedervereinigung ist sicher – dann in der 1. Bundesliga!


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