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»Wir sind nicht chancenlos«

Gießener Allgemeine Zeitung

Freitag, den 21. Juli 2017 um 08:58 Uhr

Der TV 05/07 Hüttenberg arbeitet als Sensationsaufsteiger am neuerlichen Abenteuer. 1. Liga. Seit Mittwoch befindet sich das Team in der Vorbereitung auf die kommende Saison.

Von Markus Röhrsheim. Typischer konnte die dem offiziellen Trainingsauftakt des Neu-Bundesligisten TV 05/07 Hüttenberg vorgeschaltete Pressekonferenz nicht sein. Neuzugang Tobias Hahn, von Nachbar HSG Wetzlar zu den Blau-Roten gestoßen, fehlte. »Er muss noch arbeiten. Und da diese Woche noch mehr Termine anstehen, wird er erst zum Trainingsbeginn da sein«, bat Martin Volk von der Hüttenberger Handball-Marketing GmbH & Co. KG um Verständnis. Trotz 1. Handball-Bundesliga, nur etwas mehr als ein Jahr nach der Meisterschaft in der 3. Liga, ist beim TVH vieles also beim Alten geblieben. Der Großteil der Mannschaft steht neben dem Hochleistungshandball im Berufsleben oder studiert.

»Klar, vom Etat, von den Strukturen und so weiter sind wir ganz am Ende der Liga. Ich habe das ja schon einmal erlebt«, blickte Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson kurz zurück auf seine Zeit in Eisenach und wollte gar nichts schönreden. »Aber wir sind eingespielt und haben einen super Teamgeist. Wir sind nicht chancenlos. Es sprechen viele Faktoren für uns«, kennt der Isländer aber auch Punkte, die für sein Team sind. »Wir dürfen uns nicht mit Kiel, Flensburg oder den Löwen messen. Wir müssen gegen die Mannschaften zwischen den Rängen 12 und 18 versuchen, unsere Punkte zu holen. Man hat letztes Jahr gesehen, dass vieles passieren kann«, erinnerte er an den keine sechs Wochen zurückliegenden Sensationsaufstieg. »Wir müssen unsere Werte auf die Platte bringen. Dann werden wir sehen, was es bringt. Eigentlich haben wir keinen Druck, denn wir haben ja schon alles erreicht. Wenn wir die Klasse halten, ist das wie wenn Wetzlar die Champions League gewinnt.«

Denn auch finanziell hinkt man mit vermutlich gut einem Drittel des Etats des etablierten Nachbarn nicht nur diesem deutlich hinterher. »Wir hoffen, auf das Niveau von der Erstligasaison 2011/12 mit ca. 1,3 Mio. Euro zu kommen«, gab Volk bekannt. Genauere Zahlen waren noch nicht möglich, da aufgrund der Urlaubszeit noch Sponsorengespräche anstehen.

Überhaupt arbeiten Martin Volk und Lothar Weber momentan fast rund um die Uhr für den TVH. »Aber unser Aufruf zum Saisonende, wenn auch in der Euphorie zu einem unglücklichen Zeitpunkt, hat schon einiges bewirkt. Die Reaktionen waren äußerst positiv. Wir haben Helfer in verschiedenen Bereichen dazubekommen und es sind auch etliche Genussscheine gezeichnet worden«, zeigten sich die beiden erfreut, weitere Unterstützer gewonnen zu haben. Um zu ergänzen, dass sie über jede helfende Hand froh sind. »Es geht nur, wenn wir alles auf möglichst viele Schultern verteilen.«

Ganz speziell in der Ende August beginnenden Erstliga-Saison, in der man ja durch die Auflagen der HBL nicht im heimischen Sportzentrum spielen darf. »In Gießen ist viel bewegt worden. Ein großer Dank an die 46ers und die Stadt, bei denen wir in der Kürze der Zeit gut aufgenommen worden sind«, blickte Martin Volk zurück auf die Hallensuche, nachdem der Aufstieg Realität war. »Zumindest die Hinrunde ist so weit klar«, berichtete Lothar Weber. »Wobei es offenbar immer noch Abstimmungsprobleme zwischen der HBL und Sky gibt, sodass der Spielplan immer noch nicht fest ist«, wunderte sich der Manager. Aber nicht nur darüber. »Sieben Wochen vor Rundenbeginn beschließt man einen neuen Hallenboden. Das ist grenzwertig. Die HBL schafft nun selber einen an und vermietet diesen an uns und im kommenden Jahr, falls wir absteigen, dann an den nächsten Aufsteiger«, macht er deutlich, welche Zusatzbelastungen auf die Organisatoren zukommen.

Und Volk ergänzte: »Das Fernsehgeld geht für die Infrastruktur (Hallenmiete, Boden, Reinigungskräfte, Sicherheitsdienst etc.) drauf. Zumal wir, außer in den Schulferien, ja nur sonntags spielen können, sodass hier im Personalbereich wohl noch entsprechende Zuschläge zu zahlen sind.« Und selbst diese Sonntagsspiele sind nur durch das Entgegenkommen der Gießen 46ers möglich. »Wenn die Basketballer samtags spielen, bauen diese noch bis tief in die Nacht ab, damit wir sonntagmorgens ab 6 Uhr den Handballboden verlegen können. Der muss nach Spielende wieder weg, da am Montag wieder Schulsport ist«, erläutern die Macher den logistischen Aufwand.

Doch nicht nur das. Auch der Heimvorteil, ein gewichtiger Aufstiegsaspekt, ist fraglich. »Es ist nicht unsere Heimhalle. Das ist natürlich immer etwas anderes. Wir müssen eine neue Heimstärke entwickeln«, sieht Eyjólfsson sich und seine Mannschaft gefordert. Neuzugang Szymon Sicko, der polnische Jung-Nationalspieler, der noch die Hilfe von Dolmetscher und Torwart-Trainer Andrzej Mientus benötigt, will seinen Teil dazu beitragen. »Ich will als junger Spieler Erfahrung sammeln und mich durch möglichst viele Spielanteile weiterentwickeln. Das Wichtigste ist, dass die Mannschaft erfolgreich bleibt.«

So erfolgreich wie in den letzten beiden Jahren. Auch wenn es vielleicht immer noch nicht alle wirklich realisiert haben. »Ich war mit Jannik Hofmann im Urlaub in Frankreich. Wir mussten es uns selber immer wieder sagen, dass wir das geschafft haben. Vielleicht realisiert man es erst wirklich, wenn man in die großen Arenen kommt«, gab Kreisläufer Moritz Zörb offen zu. In fünf Wochen geht es zum Rundenauftakt nach Magdeburg. Dann beginnt die Realität für die Hüttenberger Handballer.


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