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Saisonstart in der Handball-Bundesliga: TV Hüttenberg fordert die Vollprofis

Gießener Allgemeine Zeitung

Donnerstag, den 24. August 2017 um 07:26 Uhr

Der TV Hüttenberg steht in der Handball-Bundesliga vor einer großen Herausforderung: Handkäsedorf und Provinz gegen Vollprofis. So steht es vor dem Abenteuer um den Aufsteiger.

Von Markus Röhrsheim. Spätestens mit dem Anwurf am Sonntag um 12.30 Uhr in der GETEC-Arena in Magdeburg ist es Realität. Der TV 05/07 Hüttenberg ist wieder zurück in der Handball-Bundesliga. Und das, nachdem man vor noch nicht einmal 16 Monaten erst die Meisterschaft in der 3. Liga Ost feierte. Es folgte ein Novum: der Durchmarsch in Liga eins. Das hat es seit Einführung der eingleisigen 2. Liga noch nie gegeben. Doch mit dieser unglaublichen Geschichte wird sich nun nicht nur für die Handballer aus Hochelheim und Hörnsheim, sondern auch für den Verein, die Helfer und die Fans vieles verändern. Nur ein Beispiel ist der neue Heimspielort in der Sporthalle Gießen Ost.

Spätestens mit dem ersten Auswärtsspiel werden dann vermutlich auch die Aufstiegshelden realisieren, was sie geschafft haben. Wenn sie in die knapp 8 000 Zuschauer fassende Magdeburger Halle einlaufen, dann wird augenscheinlich, dass alles noch mindestens eine Nummer größer ist. Das beschauliche Handkäsedorf Hüttenberg, dass mit seinen Strukturen so gar nicht in die Liga der großen deutschen Städte passt, zieht aus, um das nächste Handball-Wunder zu schreiben. Nämlich als gallisches Dorf mit ungefähr einem Drittel des Etats der am nächsten in der Finanztabelle stehenden Vereine länger als ein Jahr auf der Landkarte der Erstligisten vertreten zu sein.

"Das ist ein echtes Team mit einer sehr starken kollektiven Seele" Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson

Zumindest durch die neue Regelung von nur noch zwei Absteigern »sind unsere Chancen auf den Klassenerhalt um ein Drittel gestiegen«, wie Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson in der »Handballwoche« es nicht ganz ernst gemeint ausdrückte. Dennoch wird dort dem TVH und dem genauso finanziell hinterherhinkenden Mitaufsteiger Eulen Ludwigshafen von Experten der direkte Wiederabstieg prognostiziert. Doch bereits die vergangene TVH-Saison hat gezeigt, dass es auch anders kommen kann, als man denkt.

Beständige Mannschaft

Das liegt auch an der Beständigkeit der Mannschaft. Erneut hat man den in den letzten Jahren erfolgreichen Weg beibehalten: Der Großteil des eingespielten Teams geht die neue Herausforderung an. Dazu wurden die erstligaerfahrenen Tobias Hahn und Vladan Lipovina (beide HSG Wetzlar) verpflichtet sowie das polnische Talent Szymon Sicko ausgeliehen. Darüber hinaus ist Kreisläufer Moritz Zörb, zuletzt noch mit Zweitspielrecht bei der HSG Wetzlar am Ball, nun fest beim TVH. Zudem ist der Nachwuchsbereich neu strukturiert. Mit einem Anschlusskader sollen im Verein ausgebildete Spieler noch eher ans nächste Level herangeführt werden.

Mit dem 30-jährigen Hahn, der Zörb, Jonas Müller sowie Christian Rompf aus Wetzlar nach Hüttenberg gefolgt ist, ist der letztjährige Dauerläufer Daniel Wernig nun nicht mehr Alleinunterhalter auf dem rechten Flügel. Zudem war der Linkshänder bereits im grün-weißen Trikot eine verlässliche Größe auf der Halb-Deckungsposition und erhöht somit die Variabilität des Kaders. Nach zuletzt einem halben Jahr in Dubai gehört mit Vladan Lipovina ein weiterer Ex-Wetzlarer dem TVH-Aufgebot an. Er kennt die Bundesliga aus über zwei Jahren bestens. Einen großen Schritt ins Ausland, in die wohl wettbewerbsintensivste Liga der Welt, hat dagegen der gerade erst 20 Jahre alt gewordene Szymon Sicko gemacht. Das 2,01 Meter große und 104 Kilogramm schwere Talent auf der halblinken Rückraumposition soll, auf Leihbasis vom letztjährigen Champions-League-Gewinner VIVE Tauron Kielce gekommen, mit möglichst vielen Spielanteilen seinen nächsten Entwicklungsschritt machen. Fest steht: Er wird Zeit benötigen, die sprachlichen Barrieren zu beseitigen und sich an die höhere Belastung zu gewöhnen.

Coach hält große Stücke auf Kader

Doch der isländische TVH-Coach hält große Stücke auf seinen neuen großen Mann – wie überhaupt auf seinen gesamten Kader. »Diese Mannschaft hat ein Herz. Das ist tatsächlich ein echtes Team mit einer sehr starken kollektiven Seele. Ich bin stolz, dabei zu sein, und genieße die Zeit. Ich hoffe, dass die Jungs das auch tun.« Von daher sieht er seine von allen Experten schon im Vorfeld abgeschriebene Mannschaft durchaus nicht so chancenlos. »Wir werden alles in die Waagschale werfen um unsere Ziele zu erreichen. Die charakterliche Stärke wird uns tragen.«

Auch mit der kurzen Vorbereitung ist der 40-Jährige zufrieden. »Die Trainingssteuerung hat geklappt. Wir sind, bis auf Kleinigkeiten, von Verletzungen verschont geblieben. Es war eine bewusste Entscheidung für eine längere Regeneration nach dem Aufstieg, denn das wird uns auf lange Sicht helfen. Es war wichtig für die Mannschaft, den Kopf frei zu bekommen.« Die Niederlagen gegen die zukünftigen Liga-Konkurrenten will der Familienvater nicht überbewerten. »Die Vorbereitung ist dazu da, Informationen zu sammeln. Diese habe ich bekommen und die arbeiten wir nun ab. Die ersten vier, fünf Liga-Spiele gehören für mich noch dazu.« Ein Wermutstropfen: Das Pokalwochendende mit dem Erstrundenaus verkam krankheitsbedingt zu einem Muster ohne Wert.

Alle nehmen Herausforderung an

Doch nicht nur Trainer und Mannschaft nehmen die Herausforderung Handball-Bundesliga an – auch das Management gibt sein Bestes. »Die zusätzlichen Fernsehgelder sind schon ausgegeben für die zusätzlichen Aufwendungen, die wir haben, weil wir nicht in Hüttenberg spielen dürfen. Aber wir arbeiten an Marketingkonzepten, durch deren Umsetzung wir neue Zielgruppen, speziell auch in Gießen und dem Umfeld, für uns begeistern wollen«, heißt es vom wohl größten Außenseiter der Liga in dieser Saison.


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