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Hüttenberg will schnell lernen

Gießener Allgemeine Zeitung

Montag, den 28. August 2017 um 10:40 Uhr

Das Bundesliga-Debüt des Sensationsaufsteigers ist misslungen. Beim SC Magdeburg setzt es eine 26:33-Niederlage

Von Markus Röhrsheim. Erwartungsgemäß mit leeren Händen machte sich der TV 05/07 Hüttenberg gestern nachmittag auf dem Heimweg aus Magdeburg. Der Aufsteiger aus Mittelhessen konnte den heimstarken Spitzenklub aus Sachsen-Anhalt beim 26:33 (12:18) nicht besiegen, womit der SCM nun saisonübergreifend seit 20 Bundesligaspielen ungeschlagen ist.

Doch zu sehr grämen sollten sich die TVH-Handballer nicht. Denn dass die Gastgeber, nicht nur finanziell mit einem geschätzten Etat der fünfmal so hoch, sondern auch sportlich nicht die eigene Kragenweite ist, war schon vor dem Anwurf klar. Danach aber fast 20 Minuten lang nicht. Daniel Wernig erzielte den ersten Treffer der Partie und bis zum 3:2 durch Kreisläufer Mario Fernandes legte der forsche Aufsteiger vor. Zwar nutzte Magdeburg eine Zeitstrafe gegen den TVH-Abwehrchef zur 4:3-Führung durch den starken Linksaußen Matthias Musche. Doch kaum wieder komplett, glichen die Gäste nicht nur aus, sondern gingen durch Tempogegenstöße von Daniel Wernig und Jannik Hofmann sogar wieder mit 6:4 (10.) in Führung.

Magdeburg hatte, trotz Vorbereitung darauf, wie Trainer Bennet Wiegert nach Spielende bestätigte, Probleme gegen die Hüttenberger 3:2:1-Deckung. Zumal dahinter Kapitän Matthias Ritschel mit einigen starken Paraden gleich zeigte, dass er auch in der 1. Liga dort weiter machen will, wo er im Aufstiegsjahr aufgehört hatte. Da sich aber so langsam auch das Prunkstück der Magdeburger, die Deckung, die im Sommer ihre Korsettstangen Finn Lemke und Fabian van Olphen verloren hat, stabilisierte, wurde es für die Mannschaft von Trainer Adalsteinn Eyjólfsson zunehmend schwerer, zu Torerfolgen zu kommen. So bedeutete das 8:8 durch einen Schlagwurf des wieder genesenen Ragnar Jóhannsson, der ein starkes Spiel machte, in der 17. Minute den letzten Gleichstand.

Eyjólfsson wechselte nun und Vladan Lipovina konnte in seinem ersten Pflichtspiel für die Blau-Roten gleich den Ball zum 9:11 unter die Latte ins Magdeburger Tor nageln (20.). Nach einer weiteren Ritschel-Parade gegen Topscorer Robert Weber stellte Dominik Mappes nach starkem, platzschaffenden Wackler von Tomáš Sklenák nochmals den Anschluss her. »Dann machen wir ein paar technische Fehler und spielen unsere Chancen nicht klar heraus. Das bestraft Magdeburg mit seiner Qualität dann natürlich brutal. Die Gegenstoßwelle konnten wir nicht aufhalten«, analysierte der isländische TVH-Coach nach Spielende beim Fernsehsender Sky. So setzte sich der Favorit dann doch in der Schlussphase der ersten Halbzeit zum 18:12-Pausenstand durch den starken Halbrechten Nemanja Zelenovic ab.

Doch der TVH, der auf den verletzten Linksaußen Christian Rompf verzichten musste, der daher auch im gewohnten Deckungsverbund gegen Zelenovic fehlte, wehrte sich auch in der zweiten Halbzeit nach Kräften. Moritz Zörb verwertete sofort nach Wiederbeginn ein schönes Anspiel von Dominik Mappes am Kreis zum 13:18. Und auch in der 40. Minute, als Jóhannsson zum 19:25 einwarf, war der Rückstand konstant geblieben. Zudem versuchte Eyjólfsson mit wechselndem Personal Zelenovic besser zu stellen, was aber aufgrund dessen Klasse nur selten gelang.

»Der SCM hat uns viele Probleme in den Schnittstellen und mit seinen Weltklasse-Außen bereitet. Marko Bezjak hat das auf der Mitte gut gemacht, das Spiel in die Breite gezogen und dann isoliert«, zollte er der individuellen Klasse des Gegners Respekt. Der zwar zum 28:20 durch Neuzugang Piotr Chrapowski erhöhen, aber nicht weiter davonziehen konnte. Da aber auch der in der zweiten Hälfte das Magdeburger Tor hütende Dario Quenstedt etliche gute Hüttenberger Würfe entschärfte, so unter anderem eine freie Chance vom Kreis von Mario Fernandes bei doppelter Hüttenberger Überzahl, gelang es den Handballern aus der Handkäsemetropole auch nicht, noch einmal näher heran zu kommen.

Zumindest tankten Szymon Sicko und Fabian Schomburg bei ihren Kurzeinsätzen in der Schlussphase Selbstvertrauen. Nachdem der 20-jährige Pole gleich mit seinem ersten Ballkontakt den Ball zum 26:33-Endstand ins Magdeburger Tor wuchtete, parierte Schomburg zunächst gegen den bis dahin fehlerlosen Strafwurfschützen Robert Weber um mit der letzten Aktion des Spieles auch noch ein Geschoss von Nemanja Zelenovic,

»Wir müssen uns daran gewöhnen, dass in der 1. Liga jeder Fehler gnadenlos bestraft wird. Das war in der 2. Liga nicht so. Wir werden schnell lernen«, lautete das Fazit des TVH-Trainers, der mit dem ersten Auftritt seiner Mannschaft in der Handball-Bundesliga dennoch zufrieden sein konnte.

SC Magdeburg: Green, Quenstedt; Musa (1), Chrapkowski (1), Musche (7), Pettersson, De La Pena, Christiansen, Mertens, O’Sullivan (1), Bezak (1), Weber (12/5), Kalarasch, Damgaard (2), Zelenovic (8).

TV Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Stefan, Sklenák, Wörner, Lambrecht (2), Wernig (4/2), Zörb (3), Fernandes (1), Jóhannsson (5), Sicko (1), Roth, Mappes (2), Hofmann (2), Hahn (3), Lipovina (3).

Im Stenogramm / SR: Grobe/Kinzel (Bochum) – Zuschauer: 5521- Zeitstrafen: 4:6 Minuten. – Siebenmeter: 6/5:3/2.


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