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"Hebt se!" ist nicht verschüttet gegangen

Gießener Anzeiger

Montag, den 04. September 2017 um 07:22 Uhr

ZUSCHAUER An der Stimmung liegt es beim TV Hüttenberg in der Gießener Osthalle nicht / Anwurfzeit umstritten

GIESSEN. Von Florian Deis. - Lucas Mertsching, der neue Pressesprecher des TV Hüttenberg, verkündete diesen Fakt fast beiläufig. Offiziell hatte der mittelhessische Handball-Bundesliga-Aufsteiger bei der Heimpremiere gegen die MT Melsungen 1650 Zuschauer in der Gießener Osthalle gezählt. Das verwunderte. Denn Hüttenbergs neue Heimspielstätte wirkte recht ordentlich besetzt. Freilich, einige freie Plätze waren zu erkennen, die 2000er-Marke schien dennoch realistisch. Zu relativieren ist: Die Zuschauerangabe umfasst lediglich die zahlenden Gäste. Summa summarum waren es - inklusive Jugendspieler und Helfer, die keinen Eintritt bezahlen - wohl etwas mehr als 1800 Zuschauer.

TVH-Geschäftsführer Lothar Weber war mit der Resonanz durchaus einverstanden: "Für Sonntagmittag und das erste Heimspiel war das aus meiner Sicht in Ordnung. Die Leute müssen sich dran gewöhnen, das muss sich einspielen." Dass derzeit in Hochelheim Kirmes ist, kam erschwerend hinzu.

Viel Mühe hatten sich Hüttenbergs Verantwortliche gemacht, um die Ausweichstätte handballtauglich herzurichten. Wer genau hinschaute, der erkannte natürlich, wer eigentlich Herr im Hause ist: Nämlich die Giessen 46ers. Zwei Spieler des heimischen Basketball-Bundesligisten ließen es sich denn auch nicht nehmen, mal vorbeizuschauen. Gespannt betrachteten Benjamin Lischka und Marco Völler Hüttenbergs knappe Heimpleite. "Wir hatten einfach Interesse und wollten uns mal ein Handball-Bundesligaspiel anschauen", erklärte Völler. Und, wie war's? "Es hat Spaß gemacht, zuzuschauen. Es war aufregend - und es geht brutal zu."

Zwei Faktoren ließen die Zuschauerthematik zu einem interessanten Aspekt avancieren. Erstens der ungewohnte Termin, ein Heimspiel um 12.30 Uhr am Sonntagmittag zu bestreiten. Der Samstagabend hatte in Hüttenberg schließlich Tradition. Und zweitens die neue Heimspielstätte. Dass trotzdem von Beginn an Stimmung aufkam, darum musste man sich dank Hallensprecher Kai Brückmann keinerlei Sorgen machen. Genauso enthusiastisch wie eh und je brachte er das Publikum auf Touren. Da schallten zur besten Mittagsessenszeit auch mal Ballermann-Hits durch die Halle.

Als Hüttenberg nach einer Viertelstunde erstmals in Führung ging, herrschte Ekstase, die Osthalle tobte. Der TVH begeisterte: Mit Leidenschaft, mit Kampfgeist, mit den Paraden von Torwart Matthias Ritschel, mit tollen Angriffsaktionen. Und die Zuschauer honorierten das. Hätte man kurz die Augen geschlossen, man hätte sich beinahe so gefühlt wie im Hüttenberger Sportzentrum. Das berühmt-berüchtigte "Hebtse!" war auf dem Weg aus dem Handkäsedorf in Richtung Gießen nämlich keineswegs verschüttet gegangen, es ist weiterhin das Ritual zur Anfeuerung bei der Deckungsarbeit.

Die dramatische Schlussphase riss die Zuschauer ohnehin von den Sitzen. Linksaußen Jannik Hofmann meinte: "Gerade in den letzten zehn Minuten war die Halle unglaublich da. Genau da müssen wir hinkommen. Beim nächsten Heimspiel muss jeder alles, was er zum Lärm machen hat, mitbringen. Und dann müssen wir hier einen Hexenkessel draus machen."

Zuschauer Aribert Gebauer aus Hüttenberg jedenfalls war zufrieden. "Die Stimmung beim TVH ist immer super", sagte er. Schade hingegen sei es, "dass die Halle trotz der super Leistungen im Vorjahr nicht voll ist. Aber die HSG Wetzlar ist in Sachen Handball der Monopolist in Mittelhessen, daher kann man mit dem Besuch zufrieden sein." Und die frühe Anwurfzeit? "Ich denke, das ist durchaus akzeptabel für die Leute." Hans Kirchhof ist da etwas skeptischer: "Ich weiß nicht, ob das so zuschauerfreundlich ist."

Die Meinungen gehen auseinander, das zeigt auch der Dauerkartenabsatz. "Wir haben einige Absagen aufgrund dieser Anfangszeit, aber auch über 100 neue Dauerkarteninhaber", sagte Weber.


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