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Volk: Rund zehn Stunden in der Halle unterwegs

Gießener Allgemeine Zeitung

Samstag, den 02. September 2017 um 07:00 Uhr

Heimspiele bedeuten Stress für den TV 05/07 Hüttenberg, da er in die Gießener Sporthalle Ost umziehen muss. Was der Aufsteiger alles leisten muss, darüber haben wir mit Martin Volk gesprochen.

Von Markus Röhrsheim. Seit dem 10. Juni ist es Gewissheit, was sich in den Wochen zuvor in einer Achterbahnfahrt der Gefühle angedeutet hatte. Der TV 05/07 Hüttenberg hatte den viel umjubelten Aufstieg in die Handball-Bundesliga am letzten Spieltag unter Dach und Fach gebracht. Und schon am selben Abend, inmitten der Feierlichkeiten und Bierduschen, brachte es Martin Volk von der Hüttenberger Handball Marketing GmbH & Co. KG auf den Punkt. »Jetzt geht die Arbeit richtig los.« Zwar waren natürlich schon Planungen angelaufen und Gespräche geführt, doch nun wurde es konkret.

Herr Volk, dieses Jahr war kein Sommerurlaub drin, oder?
Martin Volk (Hüttenberger Handball Marketing GmbH & Co. KG): Ja, das stimmt. Der Sommerurlaub musste ausfallen.

Das Sportzentrum in Hüttenberg ist nach HBL-Vorgaben nicht erstligatauglich. Nach längerem Suchen und angedachten Lösungen in Wetzlar, Heuchelheim, Aschaffenburg und sogar einer Zeltkonstruktion in Hüttenberg hat der TVH in der Sporthalle Ost in Gießen eine neue Heimspielstätte gefunden. Was gab schließlich den Ausschlag dafür?
Volk: Das waren unterschiedliche Gründe. Der Standort hat ja in unserer Bundesliga-Vergangenheit eine gewisse Tradition. Zudem erfüllt er die Vorgaben der HBL mit einer Mindestkapazität von 2250 Zuschauern und mindestens sieben Sitzreihen auf den zwei Längsseiten des Spielfeldes. Gießen und Wetzlar waren die räumlich nächsten Möglichkeiten und auch Heuchelheim hätte mit einigem Aufwand noch als Spielstätte hergerichtet werden können. Letztlich ging es um die Punkte Kosten, Einnahmemöglichkeiten, Erreichbarkeit, Terminplan und Machbarkeit. Nachdem die Stadt Gießen unsere Anfrage positiv beschieden hatte, mussten wir auch nicht lange überlegen.

"Sonntagsmittags ist es schwieriger, ehrenamtliche Helfer zu finden" Martin Volk

Die vom neuen Fernsehrechte-Inhaber Sky und der HBL festgelegten Anwurfzeiten (Donnerstag, 19 Uhr; Sonntag, 12.30 Uhr bzw. 15 Uhr für das Topspiel) erschweren die Rahmenbedingungen, da die Osthalle ja auch für den Schulsport genutzt wird. Beschreiben Sie uns doch bitte, welche zusätzlichen oder geänderten Aufgaben dadurch auf den Verein und seine vielen ehrenamtlichen Helfer zukommt.
Volk: Am Gesamtaufwand ändert sich eigentlich nicht so viel, es sind eher die organisatorischen Anstrengungen im Vorfeld. Sonntagsmittags ist es auf alle Fälle schwieriger, ehrenamtliche Helfer zu finden. Insbesondere bei den Familien mit sportlich aktiven Kindern ergeben sich Überschneidungen, da Jugendspiele sehr oft auf den Sonntagnachmittag terminiert sind und die Eltern dann somit als Helfer nicht mehr zur Verfügung stehen. Von daher haben wir auf alle Fälle mehr Planungsaufwand.

Sieben Wochen vor Rundenbeginn wurde zudem ein neuer Hallenboden beschlossen. Was bedeutet das für den TVH?
Volk: Das Thema ist nicht so von Bedeutung. Wir hätten in Gießen ohnehin einen speziellen Handball-Bodenbelag verlegen müssen, egal ob der nun blau, rot, gelb oder auch schwarz hätte sein sollen. Den Bodenbelag wollten wir von einem externen Dienstleister anmieten. Das übernimmt nun die HBL und vermietet die Böden an die Aufsteiger. Wir benötigen aber weiterhin einen Dienstleister, der den Boden verlegt und auch wieder abbaut. Unterm Strich ändert sich also dadurch nicht viel.

Sind die zusätzlichen Anforderungen durch geänderte Rahmenbedingungen im Bezug auf Auf- und Abbau, Ordner, Catering überhaupt noch – zudem ehrenamtlich – zu bewältigen?
Volk: Zumindest nicht mehr in dem Maße, wie es in Hüttenberg möglich gewesen wäre. Wir werden sicherlich vermehrt Aufgaben an externe Dienstleister abgeben müssen. Aber es sind weiterhin über 60 Helferinnen und Helfer ehrenamtlich am Spieltag eingebunden. Das muss sich nun in Gießen einspielen. Wir wollen zunächst mal die Hinrunde abwarten und dann gegebenenfalls das eine oder andere überdenken. Erschwerend kommt hinzu, dass wir am 7. Dezember unser Heimspiel, ausgerechnet gegen den Mitaufsteiger TuS Nettelstedt-Lübbecke, nicht in der Osthalle austragen können und nach Aschaffenburg ausweichen müssen. Uns wurde gesagt, dass dieser Donnerstags-Termin nicht zu verschieben ist. Die Osthalle fällt aus, da noch Schulzeit ist. Das wird in Aschaffenburg dann noch ein wenig aufwendiger für unser Orga- und Helferteam.

Können Sie den Zeitaufwand für die Heimspiele schon in etwa beziffern? Wie wird ein Heimspieltag zeitlich ablaufen?
Volk: Wir werden rund zehn Stunden in der Halle unterwegs sein. Für das Sky-Team und den Dienstleister, der den Boden verlegt, muss die Halle fünf bis sechs Stunden vor dem Anwurf offen sein. Wir selber haben dann die unterschiedlichen Werbemedien aufzustellen (LED-Banden, Prallkissen, Bodenaufkleber, Bandenwerbung, u. ä.), das Foyer zu gestalten, den Pressebereich aufzubauen, den VIP-Raum herzurichten und letztlich die Technik für Ton, Internet und Ticketing zum Laufen zu bringen. Mit dem Großteil der TVH-Helfer werden wir bei den 12.30er-Sonntagsspielen ab 9 Uhr in der Halle unterwegs sein müssen, da 90 Minuten vor Spielbeginn Einlass für die Zuschauer ist. Den Boden und das Equipment können wir nach Spielende direkt an der Osthalle einlagern. Die Hallenreinigung übernimmt ein Dienstleister. Insgesamt haben wir durch die Sonntagsspiele sicherlich höhere »Nebenkosten« zu stemmen. Nicht zuletzt auch dadurch bedingt, dass dann Sonntagszuschläge zu zahlen sind.

Die neuen Anwurfzeiten haben aber auch Auswirkungen auf die Auswärtsspiele. Was kommt an zusätzlichen Übernachtungskosten auf den TVH zu?
Volk: Tendenziell sollte es bei den von uns kalkulierten Kosten bleiben, die Anwurfzeiten erfordern aber eine angepasste Zeitplanung. Für die Fahrten über 450 bis 500 km planen wir, wie schon in der 2. Bundesliga, Übernachtungen ein. Die durchschnittliche Entfernung zu den Auswärtsspielen beträgt rund 300 km. Hier kommt uns unsere zentrale Lage zugute, und dadurch können wir die meisten Spielorte mit einer »Tagestour« abdecken. Letztlich ist es egal, ob man um 6.30 Uhr losfährt und um 12.30 Uhr in Stuttgart spielt oder um 13.30 Uhr mit Anpfiff um 19.30 Uhr. Für die Verpflegung unserer Mannschaft im Bus sorgen in jedem Fall weiterhin unsere Sponsoren aus Hüttenberg.

Können Sie darüber hinaus mit der Unterstützung der Vorgesetzten und Professoren bei den sich im Berufsleben oder im Studium befindlichen Spielern rechnen? Es stehen ja vermutlich etliche Auswärtsspiele donnerstags an.
Volk: Letztendlich entscheidet das jeder Spieler für sich. Aber ich glaube nicht, dass unsere Studenten bei Terminüberschneidungen zum Beispiel eine Pflichtklausur auslassen und ein Semester an ihr Studium dranhängen wollen. Bei wichtigen Klausuren kann es also schon dazu kommen, dass ein Spieler nachgefahren werden muss. Bei den Berufstätigen ist das natürlich etwas anders. Da müssen Zugeständnisse von Vorgesetzten und Kollegen gemacht werden. Die beteiligten Unternehmen sind zum Glück recht handball- bzw. TVH-affin und daher werden sich Lösungen finden lassen. Unsere Jungs sind bodenständig und loyal. Sie wollen bzw. werden die Abwesenheiten nicht auf dem Rücken anderer Kollegen austragen. Die Jungs revanchieren sich dann zeitlich sicher bei anderen Gelegenheiten. So handelt das zum Beispiel Sebastian Roth in der Volk GmbH.


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