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SG Flensburg-Handewitt
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Die Stunde der Spielmacher bei Mittelhessen-Derby

Gießener Anzeiger

Samstag, den 09. September 2017 um 07:26 Uhr

WETZLAR/GIESSEN. Von Albert Mehl. - Florian Laudt wird sich gefreut haben. Schließlich hatte sich der ehemalige Handballer in Diensten von TV Hüttenberg und HSG Wetzlar im Interview mit dem Anzeiger ein 25:25-Unentschieden für den Ausgang des neuerlichen Bundesliga-Derbys der beiden mittelhessischen Aushängeschilder gewünscht. Die Partie in der ausverkauften Rittal-Arena endete 23:23.

Der ehemalige Spielmacher Florian Laudt wird sich zusätzlich gefreut haben. Denn zwei Spielmacher drückten dem Lokaltreffen ihren Stempel auf. Bei den Gastgebern Filip Mirkulovski, bei Hüttenberg Tomas Sklenak.

Wie sehr sich der in wenigen Tagen 34 Jahre alt werdende Mazedonier an diesem Abend vom Rest der grün-weißen Truppe unterschied, drückte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp in drastischen Worten aus: "Filip Mirkulovski war in der Schlussphase der Einzige, der Eier in der Hose hatte und nach vorne ging." Der Angesprochene hatte mit seinem dritten Tor in der 58. Minute die letzte Führung der Wetzlarer zum 23:22 erzielt.

Vier Treffer sammelten sich in der Endabrechnung bei Tomas Sklenak, der neben Torhüter Fabian Schomburg der beste Akteur der Gäste war. Nach seiner Einwechslung in der 8. Spielminute brachte der 35 Jahre alte Tscheche neuen Schwung ins Spiel, schüttelte bei seinen schnellen Wacklern und Drehern das Alter genauso ab wie die Wetzlarer Abwehr durcheinander und führte seine Farben nach dem scheinbar demoralisierenden 0:5-Rückstand wieder an den Gegner heran. Mit seinen Mannschaftskameraden freute er sich nach der Partie: "Das ist einfach fantastisch, einfach geil. Und das auswärts. Jetzt können wir ein bisschen freier aufspielen."

Ähnlich sah es auch sein Trainer. "Das war eine unglaubliche Energieleistung von uns. Wir haben uns das erste Mal belohnt", spielte Adalsteinn Eyjolfsson auf den ersten Zähler in der Eliteliga an. Er wird sich nun aber auch fragen, wie lange es gut geht, überwiegend mit zwei Spielmachern in der dreiköpfigen Rückraumreihe zu agieren. Denn wie schon in den Begegnungen vorher standen lange Sklenak und der diesmal blasse Dominik Mappes gemeinsam auf dem Spielfeld. Im linken Rückraum hapert es noch. Tim Stefan fand kein Durchkommen gegen die Defensive der HSG. Sebastian Roth fehlte wegen Rückenproblemen. Und Szymon Sicko blieb auf der Bank.

Bei dem gerade mal 20 Jahre alten Polen befürchtet der isländische Coach, dass ihm sowohl die Abstimmung mit dem als auch die Geduld für das Hüttenberger Spiel noch fehlt. Zumal dem 2,01 Meter großen Halblinken ein lockeres Wurfhändchen nachgesagt wird. Aber auf Dauer wird der Aufsteiger nicht umhinkommen, auch aus dem linken Rückraum ähnliche Torgefahr auszustrahlen wie aus dem rechten mit Vladan Lipovina und Ragnar Johannsson.

Bei der HSG Wetzlar strahlen wesentlich mehr Akteure Torgefahr aus. Doch hier hat Trainer Kai Wandschneider das mangelhafte Ausnutzen der (freien) Wurfchancen als eines von drei gravierenden Problemen seines Teams in der laufenden Saison ausgemacht. Daneben noch die mangelhafte Torwartleistung und die ausgelassenen Siebenmeter, diesmal zwei durch den blassen Kristian Björnsen. "Das Manko haben wir seit mehreren Spieltagen", weiß der Wetzlarer Übungsleiter um die Arbeit, die er vor sich hat.

Zumal das Spiel der Grün-Weißen an einem weiteren Manko leidet: In der Endphase verlieren sie regelmäßig Linie, Leistung und Einstellung. "Das macht auch den Spielern zu schaffen", berichtet Wandschneider und verortet das Problem als eine "Kopf-Geschichte". Der 57-Jährige ist sich aber sicher: "Das wird sich entwickeln. Das wird besser in den nächsten Wochen." Den Optimismus begründet er mit der Integration der neuen Spieler (zu denen er auch die Rückkehrer Joao Ferraz und Maximilian Holst zählt), der "Schritt für Schritt" vorangehe. Wenn dieser abgeschlossen ist, wird das sicher auch Florian Laudt freuen.


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