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TV 05/07 Hüttenberg vs. TSV GWD Minden
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SG Flensburg-Handewitt
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Remis als moralischer Sieg

Gießener Allgemeine Zeitung

Samstag, den 09. September 2017 um 08:54 Uhr

Hüttenberg belohnt sich für eine tolle Moral. Wetzlar bestraft sich für seine Fahrlässigkeit. Das Derby-23:23 baut den Aufsteiger auf und zwingt die Grün-Weißen zum Nachdenken. Die mittelhessischen Kräfteverhältnisse im Handball bleiben dennoch unverändert.

Von Ralf Waldschmidt. Was wäre gewesen, wenn der TV 05/07 Hüttenberg nach dem 25:26 beim SC DHfK Leipzig und dem 27:28 gegen die MT Melsungen zum dritten Mal in Folge auch das Mittelhessen-Derby bei der HSG Wetzlar mit einem Tor verloren hätte? »Noch mal in die Kabine zu kommen und mit einem Tor verloren zu haben, wäre schwierig geworden. Vor allem danach die Köpfe wieder hoch zu bekommen«, beschrieb TVH-Trainer Adalstein Eyjolfsson seine Gemütslage nach dem Punkteklau vom Donnerstag. Das Unentschieden war deshalb für den Isländer »ein moralischer Sieg für uns. Wenn wir ein bisschen cleverer gewesen wären, hätten wir sogar noch mehr mitnehmen können«.

Beim Blick auf eine Partie vor 4421 Zuschauern in der ausverkauften, aber wegen der geringen Anzahl Hüttenberger Fans nicht ganz so stimmungsvollen Rittal-Arena wie erwartet, erschien die favorisierte HSG Wetzlar bis zum 20:15 in der 48. Minute wie der sichere Sieger, ehe die bekannten und nicht von heute auf morgen zu beseitigenden Baustellen zum dritten Mal in Folge die auf dem Tablett liegenden Punkte sprichwörtlich in der Lahn versenkten: Keine Leistung von Halblinks, die Außen ohne Gegenstoß wirkungslos, die Torhüter kein Faktor.

Kai Wandschneider, der Wetzlarer Trainerfuchs, beschwichtigte zunächst zwar (»Ich bin froh, dass wir schon vier Punkte haben, denn wir befinden uns erneut im Umbruch«), fand dann aber klare Worte für die Tatsache, dass sein Team nach dem 20:14 gegen GWD Minden, dem 15:11 bei der TSV Hannover-Burgdorf und nun dem 20:15 gegen den TV 05/07 Hüttenberg deutliche Führungen aus der Hand gegeben hatte: »Es ist doch klar, wenn ein Benjamin Buric den Kopf voll hat mit jeder Menge Angebote aus der ersten Liga, dass bei ihm die Konzentration im Spiel fehlt«, verwies er auf die zum diesem Saisonzeitpunkt stets einsetzenden Nebengeräusche abseits des Spielfeldes.

»Die Wetzlarer Probleme in der Endphase hat man gegen Minden und in Hannover ja schon gesehen. Mit Dominik Mappes und Thomas Sklenak hatte ich in dieser entscheidenden Phase die taktische Präzision, die wir benötigten«, analysierte Eyjolfsson die packende Endphase mit nordischer Sachlichkeit, weshalb er den polnischen Neuzugang Szymon Sicko, der schon bereits saß, mit dem 19:20-Anschluss doch nicht mehr zum Einsatz brachte.

Hüttenberg belohnte sich aber nicht allein für seinen Kampf und seine Leidenschaft. Fabian Schomburg mit seinen Paraden im Tor, Thomas Sklenak im Aufbau (»Mit Thomas kam mehr Mut in unser Spiel.«), Christian Rompf mit seinem Wahnsinns-Comeback und Vladan Lipovina mit seinen Rückraum-Krachern verdienten sich allesamt auf ihren Positionen bessere Noten als ihre Wetzlarer Gegenüber.


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