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Nächstes Spiel

Sa, 25.11.2017, 20.30 Uhr
TV 05/07 Hüttenberg vs. TSV GWD Minden
TVH vs. TSV GWD Minden
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  • Abfahrt Hüttenberg:
    19.00 Uhr
  • Abfahrt Gießen:
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Do, 16.11.2017, 19.00 Uhr
SG Flensburg-Handewitt vs. TV 05/07 Hüttenberg
SG Flensburg-Handewitt
vs. TVH
38:23 (20:9)

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Füchse nicht erlegt

Gießener Allgemeine Zeitung

Stark gespielt, gut gekämpft – aber die Punkte verloren. Der TV 05/07 Hüttenberg hatte es beim 28:30 gegen die Füchse Berlin selbst in der Hand, den ersten Bundesliga-Sieg einzufahren. Die Chancen dazu waren da.

Von Markus Röhrsheim. TVH-Trainer Adalsteinn Eyjólfsson machte aus seinem Herzen keine Mördergrube. Die Enttäuschung stand ihm ins Gesicht geschrieben. »Mit unserer Performance können wir zufrieden sein. Aber es ist ärgerlich, dass wir wieder keine Punkte haben. In meinen Augen hatte Berlin etwas zu viel Bonus beim vierten, fünften oder auch sechsten Schritt, der ihnen Tore in den Schnittstellen ermöglichte.« Das mitfiebernde Publikum in der Sporthalle Ost in Gießen brachte es drastischer auf den Punkt. »Schieber, Schieber« schallte es aus den über 1700 Kehlen speziell in der ersten Halbzeit, in der das Gespann vom Dorff/vom Dorff mit einigen unverständlichen Pfiffen den Unmut auf sich zog.

Das war eines von drei entscheidenden Puzzleteilen, weshalb der erneut starke mittelhessische Aufsteiger den Klub-Vizeweltmeister zwar am Rande einer Niederlage hatten, am Ende aber die Punkte mit dem 30:28 (16:16) der siegreichen Gästen mit in die Hauptstadt flogen. Ein weiteres war die individuelle Klasse der Berliner, speziell von Petar Nenadic. Der 31-jährige Serbe war nicht nur Kopf und Taktgeber seiner Mannschaft, sondern mit neun Toren auch Top-Scorer des Spieles. Und Torhüter Petr Stochl löste zum Ende der ersten Hälfte den bis dahin wirkungslosen Nationalkeeper Silvio Heinevetter ab und vereitelte in der zweiten Halbzeit mit seinen Paraden etliche beste Hüttenberger Einwurfmöglichkeiten.

»Wir hatten in der ersten Hälfte eine Riesen-Wurfquote. Uns war klar, dass wir das nicht bis zum Ende durchhalten konnten«, gab sich Rechtsaußen Daniel Wernig nach Spielende selbstkritisch. Denn: »Das ist bitter. Gegen den dezimierten Kader der Füchse hätten wir heute einen oder gar beide Punkte klauen können«, sprach der Linkshänder an, dass Gästecoach Velimir Petkovic auf Linksaußen Bjarki Elisson, Rückraumspieler Marko Kopljar und kurzfristig auch noch den verletzten Ex-Wetzlarer Steffen Fäth verzichten musste.

So musste »Petko« im Rückraum umbauen und den über drei Monate verletzten Nationalspieler Paul Drux erstmals von Beginn an bringen. Dieser machte zunächst mit seiner Dynamik der Hüttenberger Deckung ein wenig Probleme und ließ Speerspitze Moritz Lambrecht so bereits in der 13. Minute zum zweiten Mal auf dem Sünderbänkchen Platz nehmen.

Doch der TVH stellte gegen die starken Berliner Individualisten trotzdem eine starke Defensive, trotz zunächst fehlender Torhüterunterstützung. »Wir hatten vor der Pause nur zwei Paraden. Trotz 16 Gegentoren haben wir bis dahin super verteidigt und hätten mit etwas mehr Glück auch mit zehn Gegentoren in die Kabinen gehen können«, hatte Eyjolfsson erkannt. Denn seine Mannschaft spielte im Angriff diszipliniert auf den Punkt und war auch im schnellen Umschaltspiel gefährlich. Und war so, nach ausgeglichenem Beginn, durch einen Hammer von Vladan Lipovina in kurze Torwarteck in der 23. Minute erstmals auf 13:10 enteilt. Was Berlin zur Auszeit und einigen Umstellungen inklusive Torwartwechsel nötigte. Trotzdem waren die Blau-Roten beim 16:13 zwei Minuten vor der Pause weiter vorne, als Neuzugang Szymon Sicko selber per Stemmwurf traf. Petar Nenadic erzielte aber dennoch mit dem Pausenpfiff den 16:16-Ausgleich.

»Wir haben in der Kabine einiges besprochen und hatten dann eine andere Einstellung«, verdeutlichte Füchse-Trainer Petkovic, dass ihm der Auftritt seiner Mannschaft bis dahin nicht gefallen hatte. »Dadurch haben wir uns schnell auf vier Tore abgesetzt. Deshalb bin ich zufrieden, dass wir diese sehr schwere Aufgabe gelöst haben«, schnaufte der 61-Jährige durch.

Dessen Mannschaft stand nun mit dem Mittelblock Drago Vukovic und Jakov Gojun deutlich besser und blockte so die Hüttenberger Rückraumreihe mehrmals oder verleitete sie zu nicht gut vorbereiteten Würfen. Erschwerend kam hinzu, dass Eyjólfsson Sicko nicht mehr einsetzen konnte, der sich kurz vor den Seitenwechsel bei einer unglücklichen Abwehraktion eine Schienbeinprellung zuzog. Auch Sebastian Roth musste wegen seiner Rückenprobleme auf der Bank bleiben.

Dennoch ließ sich der TVH nicht abschütteln. Drei Tore von Dominik Mappes in Folge sorgten nach etwas mehr als einer dreiviertel Stunde für das 22:25. Dem Daniel Wernig per Siebenmeter, nachdem er zuvor einmal unglücklich an der Unterkante der Latte gescheitert war, das 23:25 folgen ließ. Petkovic sah seine Mannschaft wanken, da die Hüttenberger Deckung in der Endphase noch etwas aggressiver wurde und so unter anderem Fabian Wiede zum Pass ins Aus nötigte. Sieben Minuten vor dem Ende stellte Kreisläufer Moritz Zörb den 25:26-Anschluss her, und auch in der 57. Minute hielt Linksaußen Christian Rompf mit einem Wahnsinnstor nach fast verlorenem Ball die Hoffnung am Leben. Doch es sollte nicht reichen, denn nach dem 27:28 von abermals Zörb machte Nenadic mit einem Tor und dem guten Auge für den, bei nun offener Manndeckung, freien Kreisläufer Erik Schmitt, den Unterschied. Wernigs Siebenmeter-Treffer zum 28:30 mit dem Schlusspfiff korrigierte leider nur noch das Ergebnis.

»Der Knackpunkt war nach der Pause, als wir mit vier Toren in Rückstand geraten. Wir haben uns zwar, wie in jedem Spiel zurück gekämpft, schaffen aber nicht den Ausgleich. Letztendlich werfen wir selber zu viele Bälle weg, auch ich«, gab sich ein enttäuschter Christian Rompf selbstkritisch.

Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Stefan (3), Sklenák (1), Lambrecht, Wernig (7/6), Rompf (3), Zörb (2), Fernandes (1), Jóhannsson (1), Sicko (1), Roth, Mappes (4), Hofmann (1), Hahn, Lipovina (4).

Berlin: Heinevetter, Stochl; Wiede (4), Vukovic (1), Struck (1), Gojun, Nenadic (9), Jimenez (2), Lindberg (3/3), Zachrisson (4), Simak, Schmidt (2), Drux (4).

Stenogramm / Schiedsrichter: vom Dorff/vom Dorff (Kaarst). – Zuschauer: 1731. – Zeitstrafen: 6:8 Minuten. – Siebenmeter: 7/6:4/3.


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