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TV Hüttenberg verdient sich in packender Endphase dritten Bundesliga-Saisonpunkt

Gießener Anzeiger

Montag, den 02. Oktober 2017 um 07:24 Uhr

HÜTTENBERG/GIESSEN. Von Albert Mehl. Als Rolf Brack in der Halbzeit im Hinterhof der Gießener Sporthalle Ost kräftig an seiner Zigarette zog, war eigentlich kein Grund vorhanden, das Nikotin als Beruhigungsmittel einzusetzen. Bei seiner Premiere als Trainer des Handball-Bundesligisten Frisch Auf Göppingen führte der Gast zur Pause mit 16:11 und schien auf dem besten Weg zu einem Auswärtssieg. Daraus wurde nichts. In einer ungemein spannenden, packenden und emotionsgeladenen zweiten Halbzeit erkämpfte sich der TV Hüttenberg noch ein 28:28-Remis und holte damit nach seinem Aufstieg in die Eliteliga der Handballer den dritten Punkt.

Es war ein "Hitchcock-Klassiker", wie Brack später fand, mit wechselnden Hauptrollen innerhalb kurzer Zeit. Zwar trafen die Schwaben nach dem Seitenwechsel zum 11:17 durch Sarko Sesum. Doch die Hüttenberger fanden vor rund 1800 immer mehr aufdrehenden Zuschauern zu ihrem gewohnt emotionsgeladenen Spiel. Sie kamen immer näher heran. Zehn Minuten vor dem Ende traf Daniel Wernig mit einem Gegenstoß ins leere Gästetor erstmals zum Ausgleich. 23:23. Fehler der Gastgeber im Angriff bescherten Frisch Auf beim 23:26 zwei Minuten später wieder einen scheinbar beruhigenden Vorsprung. Aber nur scheinbar.

In der 59. Minute gelang Sebastian Roth mit seinem schulbuchmäßig herausgespielten Treffer das 26:27. Jetzt ging es Schlag auf Schlag, für den TVH mit einem überragenden Fabian Schomburg im Rücken. Als nur noch 34 Sekunden zu spielen waren, hatte Vladan Lipovina zum 27:27 eingehämmert. Mit einem von Sesum vollendeten Kempatrick zum 27:28 schienen die Göppinger doch zwei Punkte mit auf die Heimreise zu nehmen. Aber im schnellen Gegenzug war Mario Fernandes am Kreis frei und ließ mit dem letzten Treffer zum 28:28-Endstand die ohnehin schon tobende Halle in ihren Grundfesten erzittern.

TV Hüttenberg -Frisch Auf Göppingen 28:28

"Nach der ersten Halbzeit war es ein gewonnener Punkt", freute sich Hüttenbergs Tobias Hahn. Denn in den ersten 30 Minuten waren die ersatzgeschwächten und mental angeschlagenen Gäste deutlich überlegen. Die Hüttenberger Abwehr war nicht aggressiv und kompakt genug, die Würfe im Angriff erinnerten oft an die zweite Liga. Doch in der Kabine fand Trainer Eyjolfsson die richtigen Worte. "Ich habe schon zum Saisonbeginn gesagt, dass unsere Mannschaft sehr schnell lernen muss", freute sich nach dem Abpfiff der Sportliche Leiter Torsten Menges. "In den 15 Minuten der Halbzeit hat sie sehr viel gelernt."

Sein Cheftrainer benannte den Lernstoff. "Wir haben viel disziplinierter gespielt", zog er jetzt wieder die bewährte Variante mit zwei Spielmachern in der Offensive (Dominik Mappes und Tomas Sklenak), die die Frisch-Auf-Abwehr immer wieder aushebelte. Und in der eigenen Defensive habe seine Truppe eine wesentlich "bissigere 3:2:1-Abwehr" gezeigt. "Und", was auch Rolf Brack nicht bedacht haben mag, "wir sind Hitchcock-Finals gewöhnt".

Mit "wir" meinte der 40 Jahre alte Isländer aber nicht nur seine Spieler, sondern auch die eigenen Anhänger, die ihre Schützlinge mit nimmermüden Anfeuerungen unterstützten. Denn die TVH-Fans wissen, was Tobias Hahn auf den Punkt brachte: "Wir kommen in jedem Spiel zurück." Sebastian Roth ergänzte: "Dann ringen wir auch Mannschaften wie Göppingen nieder." Was allerdings noch fehlt, ist der erste Sieg. Da hat Adalsteinn Eyjolfsson einen interessanten Ansatz: "Im Endeffekt haben wir einen Punkt gerettet. Wenn wir so weitermachen, kommen wir noch auf 30 Punkte." Rolf Brack hielt es für einen interessanten Ansatz. Auch ohne Zigarette.


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