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So, 17.12.2017, 12.30 Uhr
TSV Hannover-Burgdorf vs.  TV 05/07 Hüttenberg
TSV Hannover Burgdorf
vs. TVH

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 TV 05/07 Hüttenberg vs. TuS N-Lübbecke
TVH vs. TuS N-Lübbecke
24:22 (15:11)

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Hüttenbergs Trainer Eyjólfsson: »Zeit und Geld haben wir beides nicht«

Gießener Allgemeine Zeitung

Die Handball-Saison ist in vollem Gange und der TV 05/07 Hüttenberg schlägt sich beachtlich. Grund genug, mit Bundesliga-Aufstiegstrainer Aðalsteinn Eyjólfsson über die Hintergründe zu sprechen.

Von Philipp Keßler.

Ihre Mannschaft scheint sich eingespielt zu haben. Doch warum beginnt jede Mannschaft jedes Jahr aufs Neue die Vorbereitung auf einem vergleichsweise so niedrigen Niveau?
Aðalsteinn Eyjólfsson: Der Fokus der Zuschauer liegt oftmals nicht auf der Deckung sondern auf den Toren. Dort ist aber die Arbeit. Ich habe mit Tomáš Sklenák jemanden im Team, der manchmal kein Tor macht, aber dennoch der beste Mann auf dem Platz ist. Das sind Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen. Es erstaunt mich jedes Jahr aufs Neue, dass wir immer wieder bei den Basics ansetzen müssen – egal auf welchem Level. Der Sport entwickelt sich in diesem Punkt leider auch in die falsche Richtung, denn die Spieler schauen nur nach ihrem eigenen Marktwert und nicht in Richtung Werte und Prinzipien, die den Charakter bilden. Das ist verloren gegangen. Es geht nur noch um Ergebnisse, dabei ist meine Erfahrung: Wenn du das eine schaffst, kommen die Ergebnisse ganz von selbst.

Wie gehen Sie mit der neuen Öffentlichkeit durch Sky um, auch in Bezug auf den Umgang mit Schiedsrichtern, die vielleicht Sie als Aufsteiger etwas anders behandeln als den Rest der Liga?
Eyjólfsson: Ich habe Glück, dass viele meiner Spieler schon erste Liga gespielt haben, wovon die ganz Jungen profitieren. Bei uns gibt es eine feste Linie: Wir haben keine Zeit, uns mit Fehlentscheidungen zu beschäftigen. Medien und Schiedsrichter kannst du sowieso nicht beeinflussen. Deshalb konzentrieren wir uns auf Dinge, die wir beeinflussen können, und versuchen, Ruhe zu bewahren.

Wie stehen Sie zu den neuen Regeländerungen wie dem 16er-Kader und dem siebten Feldspieler aus dem Vorjahr?
Eyjólfsson: Ich finde das mit dem Kader sehr gut, denn es gibt die Möglichkeit, einen ganz spezialisierten dritten Mann auf einer Position zu haben oder junge Leute mehr mit einbinden kann. 34 Spiele in diesem Tempo müssen einfach auf mehr Schultern verteilt werden. Der siebte Feldspieler ist nicht so meins. Letztes Jahr war das so ein Mode-Ding, wo jeder irgendwie mitgemacht hat, jetzt wird es immer weniger eingesetzt. Ich finde, es macht den Handball nicht schöner. Und ich bin der Meinung, das, was nicht zur Attraktivität des Sports beiträgt, sollte man nicht unbedingt umsetzen. Wir sollten lieber bei den Basics bleiben und die Dynamik und die Schnelligkeit unterstützen.

Wir haben im Trainingslager in Tschechien Teambildung auf altmodische Art gemacht - Aðalsteinn Eyjólfsson

Haben Sie in Sachen Trainingszeiten und Abläufe etwas wegen der neuen Anwurfzeiten verändert?
Eyjólfsson: Ich kann ja nichts ändern (lacht). Wir trainieren ganz normal weiter wie immer. Die Module von Training, Spiel und freiem Tag verändern sich – das aber übrigens von Woche zu Woche, je nachdem wie viel Zeit zwischen zwei Spielen ist.

Wie stehen Sie modernen Teambuilding-Maßnahmen gegenüber?
Eyjólfsson: Das kann man alles machen. Wir haben im Trainingslager in Tschechien Teambildung auf altmodische Art gemacht. Alles andere ist zeitaufwendig und kostet Geld, was wir beides nicht haben.

Wenn Sie selbst einmal einen Tag ohne Handball haben, wie sieht der aus?
Eyjólfsson: Das ist schwierig. Ich muss laufen gehen oder schwimmen, also einfach für mich alleine sein, damit ich etwas meditieren kann. Ein normaler Tag ist ansonsten unglaublich viel Arbeit, dann hat man noch die Familie. Es ist wie bei jedem Menschen letztlich der Kampf um Zeit. Das alles wäre einfach nicht möglich, wenn die Leidenschaft für den Handball nicht da wäre. Und mittlerweile ist auch Handball Entspannung, denn dort kenne ich mich aus, da kann ich genau bestimmen, wie etwas abläuft. Da kriege ich manchmal auch meine Ruhe rein. Damit habe ich großes Glück.


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