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Jonas Müller vom TV Hüttenberg begeistert in Nieder-Roden

Gießener Anzeiger

Samstag, den 11. November 2017 um 22:12 Uhr

HÜTTENBERG. Von Florian Deis. Ein Tag ohne Handball? Für Jonas Müller ist das fast undenkbar. Der 21-Jährige, ein gebürtiger Gießener und groß geworden bei der HSG Wettenberg, strebt nach oben und investiert viel dafür. Beim Bundesligisten TV Hüttenberg steht der Rückraumlinke unter Vertrag, Spielpraxis sammelt Müller beim Drittligisten HSG Rodgau Nieder-Roden.

Fleiß als Basis: Müller spult ein hohes Pensum ab. Tag für Tag, Woche für Woche. Das straffe Wochenprogramm umfasst sechs Trainingseinheiten, freie Tage gibt es nicht. Drei Mal wöchentlich trainiert Müller in Nieder-Roden, an zwei Tagen in Hüttenberg - dienstags ist er beim Bundesligisten sowohl vormittags als auch abends dabei. Für Müller überhaupt kein Problem: "Mir macht's Spaß, deswegen mache ich es ja." Jan Redmann, Trainer des Ost-Drittligisten Nieder-Roden sagt: "Jonas ist sehr willig und trainingsfleißig. Er hört genau zu und versucht, sich jeden Tag zu verbessern." Der 1,92-Meter-Schlaks wohnt in Hohenahr im Land-Dill-Kreis, fährt somit mehrmals wöchentlich stolze 115 Kilometer nach Nieder-Roden. Einfache Strecke wohlgemerkt. Außerdem absolviert Müller derzeit ein Praktikum beim Wetzlarer Busunternehmen Gimmler, peilt dort anschließend eine Ausbildung zum Tourismuskaufmann an. "Viel bleibt nicht übrig vom Tag", sagt er. "Ich komme nachmittags von der Arbeit nach Hause, esse etwas, ruhe mich kurz aus und dann geht es auch schon wieder ins Auto und Richtung Training."

Potenzialträger: Das Handballspielen lernte Müller bei der HSG Wettenberg. Mit 16 wechselte er in den Nachwuchsbereich der HSG Wetzlar und legte eine rasante Entwicklung hin. Der Rückraumspieler avancierte schnell zum Leistungsträger, durfte zwei Jahre nach seinem Wechsel bereits mit dem Erstligateam trainieren und unterschrieb als 18-Jähriger einen Profivertrag, zählte somit zum erweiterten Bundesligakader. 2016 wechselte Müller dann zum TV Hüttenberg. Spielpraxis jedoch sammelte er vor allem in der 3. Liga. Beim TV Gelnhausen erzielte er 2015/16 starke 103/3 Treffer, bei der HSG Rodgau Nieder-Roden steigerte Müller seine Bilanz auf 129 Tore. In dieser Saison hat der Youngster in elf Spielen bereits 56 Mal getroffen. Sein Trumpf: Ein mächtiger Hieb aus dem Rückraum. Redmann befindet: "Jonas hat enorme athletische Fähigkeiten in Sachen Wurf- und Sprungkraft und eine unglaubliche körperliche Präsenz." Bei den Rodgauern ist er klarer Leistungsträger, steht stets 40 bis 50 Minuten auf der Platte. Müller freut's: "Der Trainer gibt mir extrem viel Vertrauen, ich kann mich in meinem Spiel frei entfalten." Hüttenbergs Sportlicher Leiter Torsten Menges lobt: "Er verfügt über eine sehr gute Dynamik, sehr gute Sprungkraft, hat zudem einen sehr guten Sprung- und Schlagwurf."

Selbstbewusst, aber realistisch: Müller weiß um seine Stärken, kennt aber auch seine Defizite. Allem voran: Das noch nicht optimale Entscheidungsverhalten. "Im Bereich der 3. Liga", erklärt Redmann, "bewegt er sich ganz gut. Für weiter oben muss er lernen, schneller Entscheidungen zu treffen und mehr Übersicht zu haben." Menges ergänzt: "Für einen jungen Spieler ist das ganz normal." Mit umfangreichen Einsatzzeiten und vielen Wiederholungen will Müller daran feilen. Ein Sprücheklopfer ist der Ex-Jugendnationalspieler ohnehin nicht. Weder hat er ein klar definiertes Zeitziel, wann der Sprung in eine höhere Liga geschafft sein soll, noch macht er Kampfansagen für die nächste Saison. Ganz bodenständig sagt er stattdessen: "Das Wichtigste ist, fit zu bleiben und meine Leistung zu bringen."

Ambitionen: Am Ziel, es einmal in die Bundesliga zu schaffen, ändert dies freilich nichts. Zugetraut wird ihm der Sprung nach oben auf jeden Fall. "Wenn er weiter an seinen Entwicklungsfeldern arbeitet, traue ich ihm den Sprung in die 2. Liga zu. Ob es mehr wird, hat auch mit Glück und Spielpraxis zu tun", meint Redmann. Beim TVH, der über Müllers Spielleistungen stets im Bilde ist, plant man für die Zukunft fest mit der Nachwuchskraft. "Grundsätzlich", erklärt Menges, "geht es darum, dass Jonas in ein, zwei Jahren fester Bestandteil der Bundesligamannschaft ist - sowohl bezogen auf die 1. als auch auf die 2. Liga."


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