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Großer Kampf wird nicht belohnt

Gießener Anzeiger

Donnerstag, den 20. Oktober 2016 um 07:53 Uhr

FRIESENHEIM/GIESSEN - (po). Trotz großem Kampf hat der TV Hüttenberg am Mittwochabend seine Auswärtspartie bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim denkbar knapp verloren. Zwar hatten die Gäste quasi mit dem Schlusspfiff durch Christian Rompf nochmals die Einwurfgelegenheit, doch es sollte bei der engen 24:25 (12:14)-Niederlage bleiben. „Der Winkel für Christian war sehr spitz, sodass es nicht mehr gereicht hat. Letztendlich hat uns Kevin Klier im Tor der TSG den Zahn gezogen“, erklärte Adalsteinn Eyjolfsson, Coach des TV Hüttenberg.

TSG Ludwigshafen-Friesenheim – TV Hüttenberg 25:24

In der Schlussphase kämpften sich die Hüttenberger nochmals mit großer Leidenschaft heran. Hatten sie sich zuvor viel zu oft an dem stark aufgelegten Kevin Klier im Tor der TSG festgeworfen und im Angriff zu viele Treffer der treffsicheren Außen Patrick Weber und David Schmidt zugelassen, flickten die Gäste diese Lücken innerhalb von wenigen Augenblicken.

Beim Treffer von Weber zum 23:19 zugunsten der Pfälzer in der 48. Spielminute schienen die Hausherren bereits mehr oder weniger auf die Siegerstraße einzubiegen, doch mit geduldiger Spielweise schlichen sich die Blau-Roten wieder heran und schlossen durch Sebastian Roth bis auf 23:24 in der 54. Minute auf. Dies gelang vier Minuten später einmal mehr durch Dominik Mappes und eine anschließende Glanzparade von Schlussmann Matthias Ritschel. Doch nach einem technischen Fehler und einem weiteren Ballgewinn war für den Traditionsverein aus Hochelheim und Hörnsheim nicht mehr genügend Zeit auf der Uhr, um noch eine aussichtsreiche Chance für Rompf zu erspielen.

Dabei hatte der TVH erneut gut in die Begegnung gefunden und war durch Mittelmann Mappes früh auf 5:2 davongeeilt (8.). Doch starke Abwehraktionen durch Klier sowie nicht ganz ausgereifte Würfe des Auswärtsteams sorgten dafür, dass Friesenheim wieder herankam und in der 24. Spielminute plötzlich mit 11:9 in Front war. „Wir haben ein bisschen den Faden verloren und zu viele wirklich freie Gelegenheiten liegen gelassen. So gewinnt man dann nicht gegen ein Topteam“, resümierte Eyjolfsson, der dennoch mit der Leistung seiner Schützlinge zufrieden ist und insgesamt ein gutes Spiel gesehen hat. „Mit etwas mehr Treffsicherheit wäre dann noch mehr drin gewesen“, so der Isländer.

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Ludwigshafen: Klier, Ropcke, Peribonio; Grimm (2/2), Dietrich (3), Hess, Feld (2), Falk, Durak (5), Djozic, Kirchenbauer, Weber (5), Dippe (2), Slaninka, Schmidt (6)

Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Stefan, Sklenak, Lambrecht, Wernig (10/4), Müller, Rompf (3), Zörb, Fernandes (1), Johannsson (2), Roth (1), Mappes (6), Hofmann (1)

Zuschauer: 1415 – Schiedsrichter: Maier/Kilp (Steinbach) – Zeitstrafen: 8:8 (Feld, Kirchenbauer, Slaninka, Schmidt ; Lambrecht, Johannsson, 2x Fernandes) – Siebenmeter: 5/2 : 4/4 – Verworfene Siebenmeter: Djozic scheitert an Ritschel (19.), Grimm scheitert an Schomburg (37.), Durak scheitert an Schomburg (55.)


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