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Schlusslicht hat reagiert

Gießener Anzeiger

Freitag, den 28. Oktober 2016 um 07:08 Uhr

TVH muss auf Köhrmann aufpassen

HÜTTENBERG - (po). Nach einem spielfreien Wochenende steht der TV Hüttenberg vor der nächsten Aufgabe in der 2. Männerhandball-Bundesliga. Auch nach der knappen 24:25-Auswärtsniederlage bei der TSG Friesenheim gibt es bei den Mittelhessen keinen Grund zur Verunsicherung, schließlich hatten sie doch spielerisch eine ordentliche Begegnung abgerufen, waren bloß zu oft am überragenden Rückhalt der Hausherren, Kevin Klier, gescheitert. Die Partie am anstehenden Spieltag wird wohl einen anderen Charakter haben. Denn jetzt wird mit dem Wilhelmshavener HV das Tabellenschlusslicht der Spielklasse um 19.30 Uhr im Hüttenberger Sportzentrum vorstellig.

TV Hüttenberg – Wilhelmshavener HV Samstag, 19.30 Uhr

„Wir treffen sicherlich auf eine Mannschaft, die momentan sehr weit hinter ihren Erwartungen zurückliegt. Noch im letzten Jahr haben sie furios den Klassenerhalt in der zweiten Liga geschafft“, analysiert TVH-Trainer Adalsteinn Eyjolfsson. Tatsächlich landeten die Niedersachsen abschließend auf dem sechsten Tabellenrang und lieferten damit eine der dicksten Überraschungen in der vorigen Spielzeit. In der aktuellen Saison läuft es für das Team vom Jadebusen allerdings noch nicht wirklich rund, wobei auch das Quäntchen Glück an vielen Stellen zu fehlen scheint. Gleich die Hälfte ihrer acht absolvierten Partien verloren die Gäste mit nur einem Treffer und erinnern dabei an die Abstiegssaison der Hüttenberger vor zwei Jahren. Dabei verfügt der WHV durchaus über ansehnliche Qualität, gerade was die Besetzung im Rückraum angeht. „Mit Rene Drechsler und Tobias Schwolow verfügt unser Gegner über zwei exzellente Schützen im rechten und linken Rückraum, die immer große Gefahr ausstrahlen können“, meint Eyjolfsson. Mit 89 gemeinsam erzielten Toren zählt das Duo zu den angriffslustigsten Werfern der 2. Bundesliga. Dazu hat die Mannschaft um Trainer Christian Köhrmann aufgrund einiger Ausfälle im September den erfahrenen Mittelmann und Bruder des Coaches, Oliver, reaktiviert, der nach dem Aufstieg und Klassenerhalt seine Handballschuhe eigentlich an den Nagel hängen wollte. „Er bringt sehr viel Routine und Erfahrung mit, wodurch er seine Nebenleute stark in Szene setzen kann, darauf müssen wir besonders achten“, warnt Eyjolfsson weiter.

Aufseiten des TVH konnte man über die ungewohnt lange Pause in der Liga ein wenig die eigenen Wunden lecken und dürfte daher am Samstag mit voller Kadergröße auflaufen. Lediglich Markus Semmelroth nicht einsatzfähig und wartet auf sein Saisondebüt. „Eine einfache Aufgabe wird das nicht. Wir müssen schon den nötigen Biss und die Leidenschaft mitnehmen, um zuhause erfolgreich sein zu können“, fasst der isländische TVH-Coach abschließend zusammen.


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