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TVH rettet Sieg über die Zeit

Gießener Anzeiger

Montag, den 28. November 2016 um 08:22 Uhr

Starkem Start der Hüttenberger folgt Leistungseinbruch / Sieges-Serie geht weiter

HÜTTENBERG - (po). Der TV Hüttenberg hat seine Siegesserie auch am vergangenen Spieltag fortgesetzt. Der abstiegsbedrohte ASV Hamm-Westfalen hatte bei den Mittelhessen aufgrund einer hervorragenden ersten Hälfte des TVH unterm Strich keine Chance und musste sich mit 27:29 (8:16) geschlagen geben.

TV Hüttenberg – ASV Hamm-Westfalen 29:27

„Wir haben im zweiten Durchgang zu viele Fehler gemacht, konnten uns aber durch eine sehr starke erste Halbzeit glücklicherweise schon ausreichend absetzen“, fasste Adalsteinn Eyjolfsson, Trainer des TV Hüttenberg, zusammen, während sein Gegenüber Niels Pfannenschmidt seinen Respekt vor der Serie der Hausherren zollte. Dass die Blau-Roten zweifellos nicht umsonst auf dem dritten Tabellenrang der 2. Männerhandball-Bundesliga stehen, stellten sie am Samstagabend erneut unter Beweis, sodass nun auch der VfL Bad Schwartau nach der Niederlage gegen die HG Saarlouis nicht mehr punktgleich mit den Gastgebern ist.

Wie gewohnt legten die Hausherren mit viel Dampf vor und zogen bis auf 13:6 durch einen Treffer von Jannik Hofmann in der 24. Spielminute davon. Basis für den Vorsprung der Heimmannschaft war abermals eine aggressive 3:2:1-Deckung, gestützt von einem bestens parierenden Matthias Ritschel im Kasten, der das Tor zwischenzeitlich komplett vernagelte und die Gäste über acht Spielminuten ohne Tor ließ. „Uns war im Grunde klar, dass sich nach dem Wiederanpfiff etwas verändern würde, denn der ASV musste nach einer möglichen Lösung durch eine spielerische Veränderung suchen“, erklärte Eyjolfsson.

Gerade die Außenakteure des ASV Hamm-Westfalen drehten im zweiten Durchgang auf und trafen förmlich aus jedem sich bietenden Winkel. Gleichermaßen wurde das Spiel der Hüttenberger unkonzentrierter, woraufhin sich vermehrt Fehler im Passspiel der Hausherren ergaben. Der Garant für den TVH-Erfolg war in der Offensive hauptsächlich Mittelmann Dominik Mappes, der in den entscheidenden Phasen wichtige Treffer markierte und den Drittligaaufsteiger stets in Front hielt. So auch in der 55. Minute, nachdem Daniel Eggert auf 23:25 verkürzt hatte und das Eigengewächs der Gastgeber kühlen Kopf bewahrte und mit einem eigenen Treffer antwortete. Dies wiederholte Mappes im Anschluss nochmals, sodass der Bann der Westfalener Gäste gebrochen war. „Es war natürlich unnötig, dass wir unseren Gegner nochmal so herankommen lassen haben, doch man darf die Qualität in der Mannschaft des ASV auch nicht unterschlagen“, beschrieb der 21-Jährige den turbulenten Spielverlauf, an dessen Ende wiederum jedoch nur die Mittelhessen jubelten.

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Hüttenberg: Ritschel (24 Gegentore, 12 Paraden), Schomburg (ab 52. 3 Gegentore, 1 Parade) ; Stefan, Sklenak (1), Wörner, Lambrecht (1), Wernig (7/2), Rompf (3), Fernandes, Zörb, Johannsson (3), Roth (3), Mappes (9/1), Hofmann (2)

Hamm: Storbeck (12 Gegentore, 1 Parade), Doden (ab 25., 17 Gegentore, 8 Paraden); Blohme (9), Huesmann, Brosch (1), Fuchs, Eggert (2), Macke (3), Ritterbach (4), Pretzewofsky, Zintel (6/4), Höning, Neuhold (2)

Zuschauer: 856 – Schiedsrichter: Immel/Klein (Tönisvorst/Ratingen) - Zeitstrafen: 4:8 – Siebenmeter: 3/3 : 4/4.


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