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Nach Bescherung noch einmal gefordert

Gießener Anzeiger

Freitag, den 23. Dezember 2016 um 10:47 Uhr

TV Hüttenberg erwartet als Tabellenzweiter Verfolger DJK Rimpar / Wiedersehen mit Patrick Schmidt

HÜTTENBERG - (po). Es ist noch nicht einmal Weihnachten, doch Bescherung hat es beim TV Hüttenberg bereits gegeben – mehrfach. Mit 28:6 Punkten steht der Drittligaufsteiger zwei Spiele vor Beendigung der Hinrunde auf einem sensationellen zweiten Tabellenrang der 2. Männerhandball-Bundesliga. Mittlerweile ist es den Blau-Roten sogar gelungen, ihren akribischen und stets an Verbesserungen arbeitenden Trainer Adalsteinn Eyjolfsson gewissermaßen sprachlos zu machen: „Es ist kaum in Worte zu fassen, welche Leistung die Jungs derzeit abrufen“, kommentierte der Isländer nach dem 26:24-Auswärtscoup bei der SG BBM Bietigheim.

Die Gans und die vielen Köstlichkeiten der Weihnachtsfeiertage dürfen sich die Hüttenberger Akteure allerdings nicht zu Kopf steigen lassen, denn schon am 2. Weihnachtsfeiertag um 17 Uhr kommt der DJK Rimpa ins Sportzentrum Hüttenberg und wird den Aufsteiger einmal mehr gewaltig fordern.

TV Hüttenberg – DJK Rimpar Montag, 17 Uhr

Seit der Saison 2013/14, damals unter Coach Jens Bürkle, agieren die kommenden Gäste in der zweiten Liga und schaffen es nahezu in jeder Runde, noch geschlossener aufzutreten. Mittlerweile sitzt Matthias Obinger auf dem Trainerstuhl, doch inhaltlich hat sich nur wenig geändert, schließlich stehen die Rimparer Wölfe ebenfalls auf einem guten vierten Tabellenplatz und sitzen dem TVH damit mehr oder weniger im Nacken. Nach einer knappen Niederlage bei der HG Saarlouis sowie einem 22:22-Remis gegen die HSG Nordhorn-Lingen fiel das Team aus dem Würzburger Raum zuletzt etwas zurück, sodass die beiden Teams zuvor nur zwei dünne Zähler voneinander trennte. „Rimpar stellt eine enorm aggressive 6:0-Defensive und im Angriff besteht die größte Gefahr aus dem Zusammenspiel von Steffen Kaufmann und den beiden Kreisläufern Julian Bötsch und Jan Schäffer“, erklärt Eyjolfsson. Sollten die Mittelhessen diese Achse in den Griff bekommen, so rechnet sich der 39-Jährige sehr gute Chancen auf den neunten Sieg in Folge aus. Somit markiert „Adli“ auch, das es von besonderer Bedeutung sei, dass die Hüttenberger möglichst zeitnah in ihr Spiel finden und das eigene System zum Tragen bringen.

Aufseiten des DJK Rimpar kommt auch ein alter Bekannter zurück nach Hüttenberg, so präsentiert sich mit dem Ex-TVHler Patrick Schmidt gleichsam der gefährlichste Werfer mit 94 Treffern in der hessischen Handkäsemetropole. Darüber hinaus besteht das Aufgebot der Gäste im Wesentlichen aus jungen Akteuren, die bereits ihre Jugendzeit bei den Franken verbracht haben und dadurch mit einer großen mannschaftlichen Geschlossenheit aufwarten. Spielerisch unterstützt werden sie seit dieser Saison unter anderem auch vom ehemaligen Balinger Benjamin Herth.

Auf der anderen Seite haben die Hausherren ihre immer wieder aufkeimende Grippewelle offenbar unter Kontrolle bekommen und können, abgesehen vom Langzeitverletzten Markus Semmelroth, auf alle Akteure im eigenen Aufgebot zurückgreifen.


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