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Matthias Ritschel hält Sieg spektakulär fest

Gießener Anzeiger

Montag, den 20. Februar 2017 um 08:51 Uhr

Hüttenberger müssen bis in Schlussekunden um Heimsieg zittern

HÜTTENBERG. Von Patrick Olbrich. - In der 2. Männerhandball-Bundesliga ist es dem TV Hüttenberg am Sonntagnachmittag gelungen, die Wogen der freitäglichen Auswärtsniederlage bei der HSG Konstanz zu glätten. In einer nervenaufreibenden Begegnung siegten die Mittelhessen mit 28:27 (14:13) über den TuS Ferndorf, mussten aber dafür alle ihre Qualitäten in die Waagschale werfen.

TV Hüttenberg – TuS Ferndorf 28:27

„Das ist natürlich richtig bitter mit den beiden Großchancen am Schluss. Matthias Ritschel hat den Kasten am Schluss richtig vernagelt“, kommentierte Gäste-Trainer Michael Lerscht die dramatische Schlussminute. Erst parierte Keeper Matthias Ritschel den abschließenden Siebenmeter von Julian Schneider, um dann auch noch den darauffolgenden Nachwurf des in den Kreis springenden Ferndorfer Hünen Jort Neuteboom ebenfalls zu entschärfen. Danach konnten die Gastgeber vor den fast 1000 Zuschauern in der Hüttenberger Sporthalle ihr Glück kaum fassen, während die Akteure aus der Siegener Kante am Boden zerstört waren.

Mit dieser doppelten Glanzparade sicherte der Hüttenberger Keeper seinen Farben die glücklichen zwei Punkte. Dabei legten die Gäste aus Nordrhein-Westfalen ordentlich los und gingen durch Linksaußen Daniel Mestrum mit 9:6 in Front. Auf Gastgeber-Seite dauerte es bis kurz vor der Halbzeitpause, bis die Hausherren richtig in das Aufeinandertreffen kamen und den ständigen Rückstand durch den überragenden Mittelmann Dominik Mappes auf 16:14 drehten.

Auf der rechten Rückraumposition profitierte der TVH auch von der Rückkehr des zuvor verletzten Isländers Ragnar Johannsson, der mit vier Treffern zum Erfolg seiner Farben beitrug.

„Nach so einem kräftezehrenden Wochenende und einem nicht so guten Auftritt am Freitag fehlten auch an dieser Stelle noch ein paar Details. So war das sicherlich auch ein etwas glücklicher Sieg“, erklärte Hüttenbergs Coach Adalsteinn Eyjolfsson erschöpft nach der Nerven aufreibenden Schlussphase.

Nach dem Wiederanpfiff hatten die Blau-Roten das Aufeinandertreffen besser im Griff und erhöhten den Vorsprung durch Christian Rompf in der 33. Spielminute auf 21:17. Diese Führung hielten die Gastgeber bis zehn Minuten vor Schluss aufrecht, als plötzlich Julian Schneider nach einem technischen Fehler der Hausherren zum 27:27-Ausgleich verwandelte. Nun bewegte sich die Begegnung spitz auf Knopf, bis zum beschließenden Showdown, den Matthias Ritschel zum Vorteil der Heimmannschaft gewann.

„Wir sind im zweiten Durchgang etwas defensiver geworden, dazu haben uns einfach etwas die Kräfte gefehlt, woraufhin es noch mal richtig knapp wurde“, meinte Eyjolfsson in seiner Analyse.

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Hüttenberg: Ritschel, Schomburg (bis 10.); Stefan (1), Sklenak (1), Wörner, Lambrecht (2), Wernig (2), Rompf (4), Zörb, Fernandes (2), Johannsson (4), Roth (2), Mappes (10/2), Hofmann

Ferndorf: Rottschäfer; John, Stojcevski (2), L. Schneider (3/2), Celestin, Wellen, Bettig, Neuteboom (1), Heyme (1), Volentics (5), J. Schneider (7/1), Kastening, Mestrum (6), Brauer (2/1), Sartisson

Schiedsrichter: vom Dorff/vom Dorff (Kaarst) – Zuschauer: 996 – Zeitstrafen: 6:6 Minuten (Lambrecht/zwei, Mappes; – L. Schneider, J. Schneider, Sartisson) – Siebenmeter: 2/2:8/4 – Siebenmeter: L. Schneider scheitert an Schomburg und Ritschel, J. Schneider scheitert zweimal an Ritschel).


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