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Knisternde Spannung garantiert

Gießener Anzeiger

Freitag, den 09. Juni 2017 um 07:13 Uhr

Letzte Runde im Kampf um Aufstiegsplätze / TV Hüttenberg kann mit Sieg gegen den Meister alles klarmachen

HÜTTENBERG - (po). „Spannung“, dieses Wort ist für den anstehenden letzten Spieltag in der 2. Männerhandball-Bundesliga fast noch untertrieben – und mittendrin in diesem Schlussakkord der aktuell Tabellendritte TV Hüttenberg.

Die Mittelhessen empfangen nach der unglücklichen Niederlage beim DJK Rimpar am Samstagabend um 18 Uhr im Sportzentrum den bereits als Aufsteiger feststehenden TuS Nettelstedt-Lübbecke, doch auch in die anderen Hallen lohnt es sich, hineinzusehen. So muss Rimpar beim VfL Bad Schwartau ran, für den es zwar um nichts mehr geht, der aber über die gesamte Saison hinweg eine beachtliche Heimstärke bewies.

TV Hüttenberg – TuS Nettelstedt-Lübbecke (Sa., 18 Uhr)

Sollte der VfL diese Heimstärke wieder unter Beweis stellen können, wäre Hüttenberg bei einem Heimsieg definitiv aufgestiegen. Die dritte Eventualität ist schließlich bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim zu suchen, die zum Abschluss das abgeschlagene Schlusslicht HC Empor Rostock empfängt und dort voraussichtlich etwas für das Torverhältnis tut. Da die Mannschaft von Trainer Benjamin Matschke dem TVH nur noch in einem Treffer nachsteht, ist davon auszugehen, dass Friesenheim den TVH in Sachen Torverhältnis noch überholen wird.

„Wir müssen in jedem Fall unseren Teil dazu beitragen und gleichermaßen hoffen, dass der VfL Bad Schwartau gegen Rimpar gewinnt“, hofft Adalsteinn Eyjolfsson, Trainer des TV Hüttenberg auf die Qualitäten der Norddeutschen, auch wenn das Team aus dem Würzburger Umland mit enormem Rückenwind nach Lübeck fahren wird. Doch auch dies ist nur relevant, wenn die Blau-Roten ihre Hausaufgaben gegen Nettelstedt erledigen, was schwierig genug werden dürfte. Schließlich sind die Gäste das mit Abstand stärkste Team in der 2. Bundesliga, sowohl statistisch als auch von der individuellen Klasse betrachtet. Obwohl die Ostwestfalen bereits seit etlichen Spieltagen als Meister feststehen, sind die Schwarz-Roten schon acht Spiele in Folge ungeschlagen. Unter den Gegnern befanden sich dabei zweifellos hochkarätige Kontrahenten wie die SG BBM Bietigheim oder die TSG Ludwigshafen-Friesenheim.

„Gegen diesen Gegner müssen wir natürlich alles abrufen, um einen Sieg davontragen zu können. Wir müssen in jedem Fall verhindern, dass Nettelstedt ins Rollen kommt, denn dann wird es ganz schwierig“, erklärt Eyjolfsson.

Grundsätzlich verfügt die Mannschaft von Trainer Aaron Ziercke über ein erstklassiges Kollektiv mit vielen Akteuren, die schon Bundesligaluft schnuppern durften. So etwa der erfahrene kroatische Torhüter Nikola Blazicko, Außenakteur Jens Bechtloff, oder die Abwehrkante Branimir Koloper, der vom ThSV Eisenach kam. Bester Torjäger der TuS Nettelstedt-Lübbecke ist allerdings der niederländische Linkshänder Pontus Zetterman, der schon 188 Mal für den Meister traf.

Auf Seiten der Hausherren, die mit voller Kadergröße antreten können, hofft man auf die Unterstützung des Publikums, das morgen ihr Team nach Möglichkeit komplett in Blau gekleidet anfeuern soll.


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