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Bundesligist TV Hüttenberg zieht Antrag auf Ausnahmegenehmigung zurück

Gießener Anzeiger

Freitag, den 07. Juli 2017 um 06:52 Uhr

GIESSEN - (am). "Nach einem Gespräch mit dem Präsidium der HBL hat der TV Hüttenberg seinen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung für die Sporthalle Hüttenberg zurückgezogen", berichtete Andreas Wäschenbach von der Handball-Bundesliga (HBL) von der Ligatagung in Köln. Der Aufsteiger in die 1. Bundesliga hätte eine Lösung für sein Hallenproblem gefunden. Lothar Weber als Geschäftsführer der Hüttenberger Marketing GmbH präzisiert diese Lösung: "Ich gehe davon aus, dass alle Heimspiele in der Gießener Sporthalle Ost stattfinden." Die TVH-Verantwortlichen hatten schon vorab mit HBL-Vertretern um Wäschenbach die Sporthalle am Karl-Reuter-Weg in Gießen in Augenschein genommen und auf ihre Fernseh-Tauglichkeit und andere Anforderungen durch die HBL geprüft.

Kleine Einschränkungen muss Lothar Weber aber doch machen. Denn außer den ersten vier Spieltagen der Saison 2017/18 sind die folgenden noch nicht endgültig terminiert. Mitte Juli gibt es ein weiteres Treffen der Erstliga-Manager, um die weitere Saison festzuzurren. So soll aus TVH-Sicht zum einen die für den 26. November (Sonntag) vorgesehene Heimpartie um einen Tag auf den Samstag (25. November) vorverlegt werden. Und dann ist das Heimspiel am 7. Dezember (Donnerstag) noch offen. Denn während des Schulbetriebs der Gesamtschule Gießen Ost ist eine Nutzung der Osthalle für den Bundesligabetrieb nicht möglich. Hier kommt möglicherweise die Wetzlarer Arena als Ausweich-Spielort in Betracht.

Da in Köln auch die Einführung eines neuen einheitlichen Spielbodens beschlossen wurde, ist noch nicht sicher, ob die Hüttenberger das vorgesehene (geliehene) Spielfeld auch in der Osthalle nutzen können. "Da könnten wir möglicherweise einen von der HBL zur Verfügung gestellten Boden nutzen", berichtet der TVH-Manager über entsprechende Überlegungen, um den Aufsteigern zu helfen.

Kein größeres Thema dürfte nach Webers Ansicht dagegen die ebenfalls beschlossene Aufstockung des Spieltagskaders von 14 auf 16 Akteure sein. "Das betrifft eher die Spitzenvereine", weißt der Hüttenberger Funktionär auf den höchstwahrscheinlich überschaubaren Kader des Aufsteigers hin. Für diesen sind in den nächsten Tagen noch ein, zwei Verstärkungen (vornehmlich für den Rückraum) zu erwarten. Denn mit der Entscheidung für die Osthalle fallen auch weitere (kostspieligere) Alternativen weg. Die Aufstockung des Spieltagskaders fand übrigens erstmals eine Mehrheit, nachdem der Antrag in den vergangenen sechs Jahren jeweils abgelehnt worden war.

Weiter mit Schwenker

Einstimmig votierten die Delegierten in Köln für die Wiederwahl des Kieler Unternehmers und Ex-Nationalspielers Uwe Schwenker als Präsident der HBL für die nächsten vier Jahre. Der 58-Jährige hat das Ehrenamt seit dem 7. Juli 2007 inne.


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