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Nach Aufstieg Rekordetat

Gießener Anzeiger

Donnerstag, den 17. August 2017 um 07:22 Uhr

Mannschaftspräsentation in Butzbach

BUTZBACH - (am). Wer im Handball eine starke, kaum überwindbare Deckung stellt, der rührt – nach dem teilweise verwendeten Sprachgebrauch – Beton an. Unter diesem Gesichtspunkt hätte sich der Aufsteiger in die 1. Handball-Bundesliga keinen besseren Ort zur Mannschaftspräsentation vorstellen können. Denn das Gerhardt Bauzentrum in Butzbach verfügt über eine vollautomatische Beton-Tankstelle, die von Privatpersonen für egal welche Mengen ab 0,125 Kubikmetern genutzt werden kann.

Ob Hüttenbergs Trainer Adalsteinn Eyjolfsson diese Alternative wirklich in Erwägung zieht, sei dahingestellt. Dafür zeigte er sich mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung zufrieden vor der ersten Pflichtaufgabe am Wochenende im DHB-Pokal in Pforzheim. „Die Trainingssteuerung hat geklappt. Wir haben keine Verletzte“, freute sich der 40-jährige Isländer. Ursache für das Fehlen von Moritz Lambrecht, Jannik Hofmann und Ragnar Johannsson in Butzbach war jeweils eine Grippe-Erkrankung. Eyjolfsson hofft, dass er das Trio im Pokal einsetzen kann, „aber wir haben einen breiten Kader“.

Martin Volk von der Hüttenberger Marketing-GmbH blickte schon weiter und wies auf das „stramme Programm“ zum Auftakt in der neuen Liga. Denn mit dem Pokal-Wochenende und dem ersten Punktspiel am 27. August in Magdeburg warten acht Spiele innerhalb von 33 Tagen auf den Aufsteiger.

An die neue Aufgabe gehen die Hüttenberger, wie Volk vor zahlreichen Sponsorenvertretern betonte, „ohne Schulden“. Der Saisonetat erreicht mit 1,35 Millionen Euro einen für TVH-Verhältnisse Rekordstand, wobei sich die Mittelhessen im Vergleich zu den restlichen Konkurrenten alleine mit Mitaufsteiger Eulen Ludwigshafen (vormals TSG Friesenheim) mit 1,2 Millionen messen können, ansonsten deutlich im Hintertreffen sind.

Große Hoffnungen setzen die Hüttenberger Verantwortlichen auf den Umzug nach Gießen, wo sie in der Sporthalle Ost in den Heimspielen „1800 zahlende Zuschauer pro Spiel brauchen“, wie Volk erklärte. „Wir wollen uns in Gießen etablieren“, ergänzte er. Dazu werde ein Marketingkonzept erstellt. Und ab dem 1. September wird mit Fabian Friedrich ein neuer hauptamtlicher Mitarbeiter der Geschäftsstelle daran mitarbeiten. Schließlich wolle man „das Unmögliche möglich machen und zwei Mannschaften hinter sich lassen“.


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