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Dann fehlt noch Spielberechtigung

Gießener Anzeiger

Montag, den 21. August 2017 um 08:30 Uhr

DHB-POKAL Pokal-Abschied von Hüttenberger Rumpftruppe nicht unerwartet / Sicko gegen Pforzheim stark

PFORZHEIM/GIESSEN - (po). Wie bereits im Vorfeld erwartet worden war, musste der TV Hüttenberg personell reichlich dezimiert zum Pokalwochenende nach Pforzheim reisen. Neben den erkrankten Moritz Lambrecht, Jannik Hofmann, Ragnar Johannsson und Dominik Mappes mussten die Mittelhessen zudem auf Neuzugang Vladan Lipovina verzichten, der noch keine Spielgenehmigung vorweisen konnte. In einer insgesamt recht holprigen Begegnung behielt der TVH im Halbfinale gegen den Drittligisten TGS Pforzheim dennoch die Oberhand und bezwang die Gastgeber mit 30:22 (13:10). Doch gegen Erstliga-Absteiger Bergischer HC zogen die Schützlinge von Trainer Adalsteinn Eyjolfsson mit 22:26 (10:12) den Kürzeren.

TGS Pforzheim – TV Hüttenberg 22:30 (10:13). „Das war handballerisch sicherlich kein Leckerbissen, aber mir hat gefallen, wie wir uns in die Partie gekämpft und eine gute Deckung gestellt haben“, erklärte Eyjolfsson in seinem Fazit. Die vielen Ausfälle aufseiten der Blau-Roten machte sich frühzeitig bemerkbar, denn die Baden-Württemberger gingen bereits nach 15 Minuten mit 6:2 in Front. Daraufhin zeigte der junge Szymon Sicko, welches Potenzial in ihm steckt und avancierte zum Mann des Tages. Durch viele intelligente Aktionen und große Torgefahr brachte er seine Farben wieder in die Spur und bis zur Halbzeitpause mit 13:10 in Führung.

In der zweiten Hälfte machte Hüttenberg dann einen insgesamt geordneteren Eindruck und erzielte in der 44. Spielminute durch Tobias Hahn beim 23:15-Vorsprung bereits eine Vorentscheidung.

Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Fernandes (5), Stefan (2), Sklenak (2), Wörner, Wernig (6/2), Rompf (3), Zörb (2), Sicko (6), Roth (1), Hofmann, Hahn (3)

Pforzheim: Binder, Ullrich; Klimovets, Taafel (7/1), Bujotzek, Kikillus (5/3), Mitzel (1), Sruk (2), Fassunge, Wysokinski, Prsa (2), Dykta, Prasalov (1), Salzseeler, Versakovs (4)

Schiedsrichter: Hellbusch/Jansen (Trebur/Trebur) – Zuschauer: 550

TV Hüttenberg – Bergischer HC 22:26 (10:12). „Aufgrund unserer Ausfälle sind wir an dieser Stelle wohl eher der kleine Außenseiter“, kommentierte Hüttenbergs Trainer „Adli“ Eyjolfsson noch vor dem Finale. Damit sollte der Isländer weitgehend Recht behalten, denn gegen den Bergischen HC zogen die Hessen mit 22:26 den Kürzeren und verabschiedeten sich damit aus dem laufenden DHB-Pokalwettbewerb. „Wir waren einfach personell zu stark dezimiert, sodass unser Gegner dahingehend mehr Möglichkeiten hatte. Unter diesen Voraussetzungen haben wir das aber ganz ordentlich gelöst“, beschrieb es der Coach, der zumindest für ein paar Minuten wieder auf Mittelmann Dominik Mappes zurückgreifen konnte.

Den besseren Start erwischte der TVH, der in der 19. Minute durch einen Treffer von Tim Stefan mit 7:6 in Führung ging. Doch schon bis zur Pause hatten die Löwen, die in Vollbesetzung auflaufen konnten, die Spielkontrolle übernommen und durch den Rumänen Bogdan Criciotoiu auf 12:10 gedreht. Nach dem Wiederanpfiff war es weiterhin der Zweitligist, der das Spielgeschehen kontrollierte und durch Außenspieler Jan Artmann bis auf eine 16:12-Führung davonzogen (39.). „Positiv war, dass auch Johannes Klein ausgeholfen hat und sich sehr ordentlich präsentieren konnte“, erklärte Eyjolfsson zum weiteren Spielverlauf. In der 51. Minute verkürzte der TV Hüttenberg nochmals durch einen Siebenmetertreffer von Daniel Wernig auf 19:21, doch die Wende gelang den Mittelhessen nicht mehr.

Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Stefan (1), Sklenak (4), Wörner, Wernig (5/3), Müller (1), Zörb, Fernandes (2), Sicko, Roth (6), Mappes (2/1), Hahn (1), Klein

Bergischer HC: Rudeck, Rutschmann; Bettin (3/3), Darj (4), Wöstmann, Dell, Gunnarsson (7/4), Nippes (2), Majdzinski, Kotrc (1), Artmann (3), Babak (1), Gutbrod (1), Arnesson (2), Criciotoiu (2)

Schiedsrichter: Kern/Kuschel (Bellheim/Hagenbach) – Zuschauer: 100


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