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Gegenstoßwelle setzt zu

Gießener Anzeiger

Montag, den 28. August 2017 um 10:42 Uhr

1. BUNDESLIGA Dennoch hält sich TV Hüttenberg achtbar beim Saisoneinstand / Hohe Einsatzbereitschaft

MAGDEBURG/GIESSEN - (po). Der TV Hüttenberg muss sich bezüglich seines Einstandes in die Handball-Bundesligasaison 2017/18 nicht grämen. Erwartungsgemäß war beim im europäischen Geschäft prognostizierten SC Magdeburg nichts zu holen. Die Gäste mussten sich mit 26:33 (18:12) geschlagen geben. Gute Ansätze konnten sie dennoch an mehreren Stellen vorweisen.

"Am Anfang war ich zufrieden, aber dann haben sich die Qualitäten von Magdeburg durchgesetzt. Wir müssen schnell damit lernen umzugehen, dass hier jeder Fehler knallhart bestraft wird", kommentierte Hüttenbergs Trainer Adalsteinn Eyjolfsson.

SC Magdeburg - TV Hüttenberg 33:26

So fingen die Mittelhessen gut an. Sie präsentierten sich in der Offensive mutig und bissen sich mit ihrer 3:2:1-Formation auch in der Defensive gut in die Begegnung. So traf der Isländer Ragnar Johannsson in der dritten Spielminute an den Schultern der Magdeburger Abwehr vorbei zur 2:1-Führung für die Blau-Roten. Schnell wurde für die Hausherren klar, dass sich der Aufsteiger, trotz gehörigem Respekt, auf keinen Fall wehrlos ergeben würde. Aufseiten der "Gladiators" waren es zu Beginn im Wesentlichen individuelle Einzelaktionen, die zum Torerfolg führten, während Hüttenberg dagegenhielt und mit flinken Fingern in der Abwehr agierte. In der 10. Minute erhöhte Jannik Hofmann den Vorsprung per Tempogegenstoß sogar zum 6:4 für den TVH. Das war auch ein großer Verdienst von Schlussmann Matthias Ritschel, der etliche Bälle der Gastgeber wegnahm und starke Reaktionen zeigte.

Mit fortschreitender Spielzeit wurden allerdings die individuellen Qualitätsunterschiede der beiden Teams merklich größer, sodass Nemanja Zelenovic in der 20. Spielminute zum 11:8 für den SC Magdeburg einnetzen konnte. Mit fortschreitender Spielzeit schlichen sich aufseiten der Hüttenberger allerdings auch mehrere technische Fehler sowie Nachlässigkeiten gegen die stämmige 6:0-Defensive der Gastgeber ein, welche der SCM mit starkem Umschaltspiel bestrafte. "Wir hatten dann richtige Schwierigkeiten mit der Gegenstoßwelle der Gastgeber, damit haben sie uns sehr große Probleme bereitet", bemerkte Eyjolfsson. Insbesondere der letztjährige Bundesliga-Vize-Torschützenkönig Robert Weber auf der rechten Außenbahn nutzte diese Situationen immer wieder und steuerte insgesamt zwölf Treffer für seine Farben bei.

Kurz vor dem Pfiff zur Halbzeitpause war es dann abermals Zelenovic, der nach einem schnellen Angriff zum 18:12 für Magdeburg aufstockte.

Nach dem Wiederanpfiff konnte das Team aus Sachsen-Anhalt zunächst nicht ganz an das Leistungsniveau kurz vor der Pause anknüpfen. Allerdings bauten nach weiteren zehn Minuten die mittelhessischen Gäste mit ihren Kraftreserven ein wenig ab, sodass der SCM den Vorsprung bis auf 27:19 erhöhte und damit bereits eine frühe Vorentscheidung erzielte (42.).

Doch die Gäste zeigten bis zum Schluss eine hohe Einsatzbereitschaft und ließen sich von dem augenscheinlich bereits verlorenen Spiel nicht weiter beeindrucken. "Wir haben eine ganz schwere Saison vor uns, aber nichts ist unmöglich", meinte Eyjolfsson mit Blick auf die nun anstehenden Duelle in Leipzig, gegen die MT Melsungen und bei der HSG Wetzlar.


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