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Aufgabe wird nicht leichter

Gießener Anzeiger

Mittwoch, den 30. August 2017 um 08:53 Uhr

1. BUNDESLIGA Auf Magdeburg folgt Leipzig für TVH

HÜTTENBERG - (po). „Die richtigen Schlüsse ziehen“, so lautete die Devise des TV Hüttenberg nach dem ersten Saisonspiel in der 1. Bundesliga am Sonntagmittag beim SC Magdeburg. Sicherlich kann sich Trainer Adalsteinn Eyjolfsson nach einer 26:33-Niederlage beim Team aus Sachsen-Anhalt nicht vor die Kameras stellen und das Gesehene vollständig beklatschen, doch alles in allem schlugen sich seine Schützlinge achtbar und zeigten gegen die individuell deutlich überlegenen Hausherren an vielen Stellen gute Ansätze. Lange Zeit, um Fehler zu analysieren und entsprechend neue taktische Strukturen umzuwandeln, bleibt den Mittelhessen allerdings nicht, denn schon am morgigen Donnerstagabend um 18.30 Uhr wartet in der Arena Leipzig mit dem SC DHfK Leipzig die nächste schwere Aufgabe auf den Aufsteiger.

SC DHfK Leipzig – TV Hüttenberg Donnerstag, 18.30 Uhr

Die Grün-Weißen haben einen schwer umkämpften Auftakt bei GWD Minden hinter sich und wollen nach dem 29:26-Erfolg im Ostwestfälischen an dieser Stelle nach Möglichkeit unmittelbar anknüpfen. „Ich kann mich noch an ein Spiel in Hüttenberg erinnern. Das war für uns richtig eklig zu spielen und wir haben ordentlich auf den Deckel bekommen. Sicher hat sich vieles getan, doch wir müssen aufpassen“, weiß jedenfalls Lukas Binder, Linksaußen der kommenden Hausherren.

So ähnlich dürfte auch die Strategie des Traditionsvereins aus Hochelheim und Hörnsheim aussehen, es den sächsischen Großstädtern so schwer wie möglich zu machen. „In Leipzig konnte man über die letzten Jahre eine wahnsinnige Entwicklung beobachten, was alle Bereiche des Vereins angeht. Mittlerweile sind sie ein absolut etablierter Bundesligaclub“, bewertet Eyjolfsson, der am Donnerstag voraussichtlich wieder auf sein vollständiges Personalkontingent zurückgreifen kann. Nur der Einsatz von Christian Rompf (Leistenverletzung) steht nach dem Ausfall zur Saisonpremiere weiterhin auf der Kippe.

Die Leipziger profitierten zum Saisonauftakt insbesondere von den Qualitäten eines in Mittelhessen durchaus bekannten Akteurs. So steuerte der letztjährige Bundesliga-Torschützenkönig Philipp Weber, der im Sommer von der HSG Wetzlar zurück nach Sachsen gewechselt war, gleich elf Treffer zum Erfolg seiner Farben bei. „Leipzig verfügt über ein sehr eingespieltes Kollektiv, das schnell auf den Beinen und im Umschaltspiel ist. Dazu müssen wir damit umgehen lernen, dass die Bundesliga ein völlig anderes physisches Niveau mitbringt, welches wir aus der zweiten Liga eigentlich gar nicht kennen“, kommentierte Eyjolfsson weiter. In Magdeburg hatten die Hüttenberger Akteure darüber hinaus zu spüren bekommen, mit welcher Konsequenz und Geradlinigkeit eigene Fehler in schnelles Umschalten umgemünzt wurden.

Erfreulich war hingegen beispielsweise die erstaunliche Frühform von Schlussmann Matthias Ritschel, der einige völlig freie Einwurfchancen des SCM vereitelte und seine Mannschaft somit immer wieder im Spiel hielt. Auch diesen Faktor wird der Außenseiter in den folgenden Begegnungen weiterhin benötigen.


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