Drucken

Abwarten, wie Bracks Einfluss Wirkung zeigt

Gießener Anzeiger

Samstag, den 30. September 2017 um 10:54 Uhr

1. BUNDESLIGA TVH-Coach warnt vor angeschlagenen Göppingern

HÜTTENBERG - (po). Wieder einmal jubelten die Akteure des TV Hüttenberg, als sei das große Ziel, der Klassenerhalt, in der 1. Handball-Bundesliga bereits erreicht. Nach dem 26:26-Ausgleichstreffer durch Vladan Lipovina und dem anschließenden Schlusspfiff der Unparteiischen bildete sich eine mittelhessische Jubeltraube nach dem zweiten erzielten Punktgewinns in der stärksten Liga der Welt beim HC Erlangen. Nach mittlerweile sechs absolvierten Spieltagen stehen die Blau-Roten nicht nur auf einem Nichtabstiegsplatz, sondern gelten in der Bundesliga schon jetzt als unangenehmer Gegner, mit dem man sich, nicht allein ob der ungewohnten 3:2:1-Defensive, nur ungern duelliert.

TV Hüttenberg – FA Göppingen Sonntag, 12.30 Uhr

Am Sonntag folgt für die Aufsteiger nun der erste Spieltag, an dem einige Experten dem Neuling erstmals ernsthafte Chancen ausrechnen. So wird um 12.30 Uhr in der Sporthalle Gießen-Ost der aktuell krisengeschüttelte Traditionsverein Frisch Auf Göppingen vorstellig, der sich kürzlich von Trainer Magnus Andersson trennte. Doch TVH-Coach Adalsteinn Eyjolfsson warnt vor voreiliger Euphorie: „Gerade in der jetzigen Situation ist Göppingen ein brandgefährlicher Gegner, womit sich eine enorm schwere Heimaufgabe für uns ergeben wird. Die Mannschaft verfügt auf jeder Position über doppelte oder gar dreifache Qualität, konnte dies in der jetzigen Saison bloß noch nicht richtig auf die Platte bringen“, kommentiert der Isländer.

In der Tat könnten die Schwaben ausgerechnet zum jetzigen Zeitpunkt ein besonders bissiger Kontrahent sein, der sich nach der sportlichen Wende sehnt. Schließlich ist nach der Entlassung von Andersson in Person des erfahrenen ehemaligen Balinger Trainers Rolf Brack ein absoluter Fachmann für die Trainerbank gefunden, der den Göppingern sicherlich seinen Stempel aufdrücken wird. „Für uns wird es eine Unbekannte sein, inwieweit der neue Coach schon Einfluss nehmen kann, welche Personalien er bringen wird und wie er systemisch agiert“, meint Eyjolfsson weiter. Über die personelle Qualität der kommenden Gäste dürfte es keinerlei Streitpunkte geben, so befindet sich etwa mit Nationalspieler Adrian Pfahl, dem früheren Löwen Zarko Sesum oder auch dem aktuell besten Torschützen Marcel Schiller (21 Treffer) umfassende Qualität im Kader der Göppinger. Dazu konnte man auch im Vorfeld dieser Saison beispielsweise mit Allan Damgaard (Bjerringbro-Silkeborg) oder dem kroatischen Kreisläufer Kresimir Kozina hochkarätige Einkäufe tätigen.

„Wir haben es schließlich mit dem EHF-Pokalsieger der letzten beiden Spielzeiten zu tun. Von daher ist ganz klar, dass wir auch in diesem Spiel wieder aus der Außenseiterposition heraus antreten, auch wenn wir in heimischer Halle spielen“, bewertet Eyjolfsson die Partie. Hinsichtlich des Aufgebots seiner Schützlinge kann der Übungsleiter wohl auf alle Akteure zählen und daher aus den Vollen schöpfen.


0