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TV Hüttenberg gefordert: Nicht nur Statistik spricht für Lemgoer Defensive

Gießener Anzeiger

Samstag, den 21. Oktober 2017 um 13:25 Uhr

HÜTTENBERG - (po). Noch vor gut einer Woche sprangen die Handballer des TV Hüttenberg in einer großen Jubeltraube in der Sporthalle Gießen Ost. Der Last-Minute-Heimsieg gegen die Eulen Ludwigshafen dürfte den Mittelhessen nicht nur moralisch einen mächtigen Push gegeben haben, sondern spielt ihnen nach einem guten Saisonviertel eine ordentliche Ausgangsposition im Kampf um den Ligaverbleib zu. "Wenn wir diese Leistung und Leidenschaft der beiden Mannschaften immer wieder sehen, dann werden beide Teams auch im nächsten Jahr in der Bundesliga spielen", prophezeite TVH-Geschäftsführer Lothar Weber im Rahmen der Pressekonferenz nach dem spannenden Handball-Krimi.

TBV Lemgo - TV Hüttenberg, Sonntag, 12.30 Uhr

Am Sonntag um 12.30 Uhr in der Lipperlandhalle haben die Blau-Roten als Gast des TBV Lemgo zum nächsten Mal die Chance, die bis jetzt bereits gute Position weiter zu veredeln. Dass es aber gerade in fremder Halle in der Handball-Bundesliga in jeder Begegnung schwer wird, ist Trainer Adalsteinn Eyjolfsson bewusst: "Lemgo hat eine schwierige Saison hinter sich, doch sich im Vorfeld von 2017/18 sehr beachtlich verstärkt und großes Augenmerk auf die Stabilisierung der eigenen Defensive gelegt", erklärt der Isländer. Tatsächlich brachten die Verpflichtungen von Fabian van Olphen (SC Magdeburg) und Isaias Guardiola (HC Erlangen) bereits jetzt eine bemerkenswert größere Sicherheit im Abwehrverbund. So sind die Ostwestfalen mit 243 kassierten Gegentreffern aktuell defensiv gut aufgestellt und zählen statistisch zu den besseren Hintermannschaften der Eliteliga.

"Für uns wird es eine wichtige Aufgabe sein, Lösungen gegen die Abwehr des TBV zu entwickeln und schnell umzusetzen. Wir dürfen sie nicht in ihre schnelles Umschaltspiel kommen lassen", warnt Eyjolfsson weiter. Denn auch auf der anderen Seite des Feldes können die kommenden Hausherren zuschlagen und kommen gerne mit Geschwindigkeit über die beiden Außenpositionen. So führt deren Linkshänder auf dem rechten Flügel, Tim Hornke, mit 36 Treffern auch die interne Torschützenliste der Lipperländer an. Darüber hinaus gilt es genauso die Spielführung des ehemaligen Friesenheimers Andrej Kogut im Zusammenspiel mit Shooter Tim Suton oder den Kreisläufern im Blick zu behalten.

Für den TBV lief die aktuelle Runde bisher relativ zufriedenstellend, konnte man doch zum Beispiel mit Siegen gegen den SC DHfK Leipzig, den TVB Stuttgart, den HC Erlangen und kürzlich beim VfL Gummersbach bereits zehn Zähler aufs eigene Konto spülen. "Wir wollen Lemgo so weit wie möglich ärgern und dann schauen, ob wir sogar die Überraschung erzielen und etwas Zählbares mitnehmen können", sagt Eyjolfsson, der voraussichtlich am Sonntag abermals auf seine komplette Kadergröße zurückgreifen kann. Unter der Woche mussten lediglich ein paar Akteure aus Grippegründen auf Trainingseinheiten verzichten.


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