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"Müssen schnell Einheit bilden"

Gießener Anzeiger

Samstag, den 04. November 2017 um 13:35 Uhr

Hüttenbergs neuer Trainer Emir Kurtagic fühlt sich bei neuem Team bereits wohl

HÜTTENBERG. Von Patrick Olbrich. - Am Sonntag findet für den TV Hüttenberg in doppelter Hinsicht eine bemerkenswerte Partie statt. So müssen die Mittelhessen nicht nur gegen den direkten Konkurrenten TVB Stuttgart, sondern auch erstmals mit neuem Übungsleiter, Emir Kurtagic, antreten. Grund genug, den 37-Jährigen zu seiner neuen Station zu befragen.

Herr Kurtagic, Sie hatten mittlerweile ein paar Einheiten mit ihrer neuen Mannschaft. Konnten Sie sich bereits ein wenig an das Team und die frische Umgebung gewöhnen?

Ich bin jetzt bereits seit einigen Tagen bei meinem neuen Team und kann sagen, dass man sich relativ schnell aneinander gewöhnt hat. Die Jungs ziehen gut mit und ich konnte mich bereits ein wenig in das bestehende System und Umfeld hineindenken. Natürlich habe ich mich schon im Vorfeld mit den Gegebenheiten auseinandergesetzt, doch die Mannschaft hat mir das Ankommen auch nicht besonders schwer gemacht.

Hatten Sie nicht das Gefühl, der plötzliche Trainerwechsel innerhalb weniger Tage habe die Mannschaft ein wenig verunsichert?

Doch natürlich. Es ist auch normal, dass ein Wechsel mitten in der Saison für das betreffende Team erst mal etwas konfus ist, doch ich habe das Gefühl, dass die Jungs die Situation ziemlich schnell abgehakt haben. Man muss auch bedenken, dass wir uns im Profigeschäft befinden und ähnliche Umstände mittlerweile öfter vorkommen oder teilweise schon alltäglich sind. Wir haben gemeinsam gesprochen und sind schnell auf den Nenner gekommen, dass es nun auch wichtig ist, sich nicht an Vergangenem festzuhalten, sondern im Sinne der nächsten Spiele mit der neuen Situation zurechtzukommen. Ich denke, dass die Mannschaft und ich schnell eine Einheit bilden können.

Für Sie selbst war 2017 generell ein turbulentes Handballjahr. Wie haben Sie die letzten Monate empfunden?

Das stimmt. Für mich war die Station beim VfL Gummersbach keineswegs einfach nur ein Job. Ich bin bei diesem Verein groß geworden, weshalb man den Verlass dessen nicht einfach ohne Emotionen abhakt. Aus diesem Grund war es für mich auch ganz besonders wichtig, dass ich nach dem März 2017 erst mal Urlaub gemacht habe, um mit den neuen Verhältnissen zurechtzukommen. So konnte ich Zeit für mich gewinnen und mich auf neue Herausforderungen vorbereiten. Ich kann mittlerweile ziemlich klar sagen, dass ich für eine neue Aufgabe bereit bin und mich auf meine Arbeit beim TV Hüttenberg freue.

Dabei wartet am Sonntag gegen den TVB Stuttgart bereits ein wichtiges Spiel. Welche Art von Begegnung erwarten Sie?

Ich rechne mit einer sehr kämpferisch orientierten Partie von beiden Seiten. Die Gäste stellen eine gute Defensive mit einem bärenstarken Johannes Bitter zwischen den Pfosten, wir können mit einer aggressiven 3:2:1-Abwehr auch für Furore sorgen. Von daher glaube ich, dass die Begegnung über die beiden Abwehrsysteme entschieden wird. Sicherlich ist auch die Bedeutung des Duells eine besondere. Wir haben ein Heimspiel und wollen die Punkte natürlich bei uns behalten.


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