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TV Hüttenberg trifft am ungewöhnlichen Samstag-Termin auf GWD Minden

Gießener Anzeiger

Freitag, den 24. November 2017 um 08:20 Uhr

HÜTTENBERG - (po). Bis zum 13. Spieltag hat es gedauert, bis es für den TV Hüttenberg sprichwörtlich die erste Abreibung als Aufsteiger in der 1. Handball-Bundesliga setzte. Das ist sogar ein positiver Aspekt, denn die meisten Beteiligten dürften unter den gegebenen Voraussetzungen schon viel früher damit gerechnet haben. Beim 23:38 in der Flens-Arena bei der SG Flensburg-Handewitt spielten die Mittelhessen eine allenfalls untergeordnete Rolle und mussten sich vom Nordlicht-Express förmlich überrollen lassen.

TV Hüttenberg - GWD Minden, Samstag, 20.30 Uhr

"Natürlich ist das für eine Mannschaft immer schwierig, wenn man eine solch eindeutige Niederlage einstreicht. Doch wir haben weiter sehr gut trainiert und arbeiten hart an uns selbst", kommentierte Hüttenbergs Trainer Emir Kurtagic den Ausgang. Mund abwischen, weiter machen - eine oft benutzte Phrase, die aber in der Eliteliga immer wieder zutreffen mag. Schließlich empfangen die Hüttenberger schon am morgigen Samstagabend um 20.30 Uhr in der Sporthalle Gießen-Ost den TSV GWD Minden und sorgen damit für die nächste harte Aufgabe, bei welcher der TVH aber nicht chancenlos ist.

So weiß auch Kurtagic, dass gerade in heimischer Halle je nach Tagesform beider Parteien immer etwas drin ist. "Für die Jungs ist es wichtig, dass sie sich gerade bei Heimspielen mit einem guten Selbstvertrauen präsentieren und sich gleichsam auf ihre eigenen Stärken konzentrieren", sagt der deutsche Coach mit bosnischen Wurzeln.

Schon im Vorfeld der Saison 2011/12 hatten die Mittelhessen und die grün-weißen Ostwestfalen ein denkwürdiges Duell, als sich der Traditionsverein aus Hochelheim und Hörnsheim in Hin- und Rückspiel um den Aufstieg in die 1. Bundesliga durchsetzte. Einer war aufseiten der Mindener schon damals dabei: Der schwedische Mittelmann Dalibor Doder, der noch in der laufenden Spielzeit als wichtiger Dreh- und Angelpunkt auf der Regisseursposition gilt. Auch deren aktuell bester Torjäger Aleksandar Svitlica gehörte schon im Jahr 2011 zum Kader der kommenden Gäste. In dieser Runde verwandelte der Linkshänder aus Montenegro schon 48 Bälle im Netz seiner Kontrahenten.

"Insbesondere verfügen die Mindener über ein hohes Maß an Erfahrung. Dazu müssen wir uns darauf einstellen, dass sie ihre Angriffe geduldig bis zur großen Chance ausspielen werden", merkte Kurtagic zu dem Spiel an einem für den TVH in dieser Saison ungewöhnlichen Samstag-Termin an. Bisher läuft die Runde 2017/18 für die Mindener relativ ordentlich, obgleich aus den letzten vier Begegnungen lediglich zwei Zähler für die Mannschaft um den ehemaligen Magdeburger Trainer Frank Carstens heraussprangen. Dennoch rangiert der GWD aktuell auf einem gesicherten elften Tabellenrang und ist mit elf erspielten Punkten recht weit von den Abstiegsrängen entfernt.

"Trainingslevel hoch"

"Für Teams wie den TV Hüttenberg ist es ganz wichtig, dass man das Trainingslevel immer hochhält. Ich bin mit der Leistung meiner Akteure derzeit zufrieden. Wir werden am Samstag versuchen, unsere Chance zu nutzen", meinte Kurtagic, der gegen den Gast aus Minden auf alle seine Spieler zurückgreifen kann.


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