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Hüttenberger Aufholjagd bleibt ohne zählbaren Erfolg

Gießener Anzeiger

Montag, den 27. November 2017 um 08:41 Uhr

GIESSEN. Von Patrick Olbrich. - Das war eine zu hohe Hypothek für den TV Hüttenberg am Samstagabend. Trotz einer starken Aufholjagd ist es den Mittelhessen am 14. Spieltag der 1. Bundeliga nicht gelungen, in der heimischen Sporthalle Gießen-Ost gegen den TSV GWD Minden zu punkten. Leztendlich mussten sich die Gastgeber verdient mit 26:30 (11:16) gegen eine souverän auftretende Mannschaft aus Ostwestfalen geschlagen geben. "Im Grunde haben wir viele Ansätze richtig gemacht, uns gute Situationen herausgespielt, aber insbesondere zu Beginn die Gelegenheiten zu selten verwertet", erklärte Hüttenbergs Trainer Emir Kurtagic nach der Begegnung.

TV Hüttenberg - GWD Minden 26:30

Tatsächlich legten die Gäste los wie die Feuerwehr und ließen die Hausherren kaum zum Atmen kommen. Im gefühlten Sekundentakt versenkten die Grün-Weißen die Bälle hinter Matthias Ritschel, nachdem nur wenige Kombinationen zu jeweils zu einer Großchance führten. Auf Seiten der Hüttenberger scheiterten ebendiese immer wieder am norwegischen Nationaltorhüter Espen Christensen, auch wenn sie sich zwischenzeitlich gerade über Außen durchaus gute und gut herausgespielte Chancen ergaben. So markierte Mindens Flügelflitzer Milian Pusica in der 20. Spielminute das 14:5 zugunsten des Auswärtsteams und sorgte damit für frühe Sorgenfalten auf der Stirn von TVH-Trainer Kurtagic.

"Danach sind wir besser ins Spiel gekommen und haben unsere Chancen genutzt. Auf der anderen Seite muss man aber auch sagen, dass Minden ein abgeklärtes Spiel geliefert hat", konstatierte der Übungsleiter. Als dieser Fabian Schomburg zwischen die Pfosten stellte und die Gastgeber auch die schnelle Mitte der Mindener besser im Griff hatten, wurden die Hüttenberger zum ernstzunehmenden Gegner des TSV. So konnte der erneut stark aufspielende Dominik Mappes in der 33. Minute zum 13:16 für den TVH verkürzen und brachte seine Farben somit wieder auf Augenhöhe.

Doch insgesamt war es auch im zweiten Durchgang für die Mittelhessen keine einfache Aufgabe, gute Möglichkeiten gegen die hoch gewachsene Defensive der Gäste zu finden. Zu oft scheiterten die Hessen am stabilen Mittelblock des Tabellenzehnten. Darüber hinaus wirkte das Offensivspiel der Mindener unheimlich kombinationssicher und auch im Abschluss relativ sicher, sodass der imponierend auftrumpfende junge Shooter Marian Michalczik in der 41. Minute den Vorsprung der Gäste wieder auf 22:17 erhöhen konnte, nachdem Christensen erneut pariert hatte.

Als wenige Minuten vor dem Spielende Kreisläufer Magnus Gullerud zur 29:23-Führung für GWD einnetzte, war der Rückstand der Hüttenberger zu groß geworden (54.), woraufhin die Hausherren nicht mehr entscheidend aufschließen konnten. So kamen die Mittelhessen am Ende lediglich auf vier Treffer heran.

"Minden ist keine Mannschaft gegen die man meiner Meinung nach zu Hause unbedingt gewinnen muss, aber wir haben leider die erste Viertelstunde komplett verpennt, was uns zu viele leichte Gegentreffer gekostet hat", fasste Keeper Fabian Schomburg zusammen.

Damit bleiben die Hüttenberger auf dem vorletzten Tabellenrang weiterhin in starker Abstiegsgefahr, bevor es am nächsten Samstag zum Gastspiel beim THW Kiel kommt und anschließend am 9. Dezember das Kellerduell in der Sporthalle Ost mit der TuS Nettelstedt-Lübbecke wartet.


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