Drucken

TV Hüttenberg reist zum Kellerduell nach Gummersbach

Gießener Anzeiger

Donnerstag, den 09. November 2017 um 09:39 Uhr

HÜTTENBERG (po). Am letzten Spieltag waren die Bundesliga-Handballer des TV Hüttenberg chancenlos. Anhand des Aufeinandertreffens mit dem TVB Stuttgart musste man dies hinsichtlich des Spielgeschehens schlichtweg attestieren. Aber nicht unbedingt, weil den Mannen um Neu-Trainer Emir Kurtagic die notwendigen Qualitäten fehlen würden, sondern viel mehr, weil die entsprechenden Körner bei Kurtagics Premiere einfach nicht abrufbar waren. "Ich glaube, die Jungs wollten für sich selbst und vielleicht auch für mich viel zu viel und haben daher etwas überdreht. Die Konsequenz war, dass auf der Platte nicht viel gelungen ist", sucht Kurtagic nach Erklärungen.

VfL Gummersbach - TV Hüttenberg (Heute, 19 Uhr)

Doch viel Zeit, sich mit Ursachenforschung auseinanderzusetzen bleibt dem 37-Jährigen nicht, denn bereits am heutigen Donnerstag wartet ein weiteres bedeutsames Spiel auf die Blau-Roten, wenn sie um 19 Uhr in der Schwalbe-Arena beim VfL Gummersbach vorstellig werden. Trotz personeller Umstrukturierung - inklusive dem Austausch von Kurtagic zu Dirk Beuchler, der kürzlich erneut gegen den 46-jährigen Denis Bahtijarevic ausgetauscht wurde - blieben die Leistungen der Mannschaft aus dem Bergischen Land weitgehend auf der Strecke. Mit nur vier Punkten aus Siegen gegen Göppingen und in Stuttgart bemängelte der VfL-Sportdirektor Christoph Schindler kürzlich "die Entwicklung in der Mannschaftstaktik, so wie man sie es sich vorgestellt hat".

Ähnlich wie der TVH ist auch der kommende Gegner demnach durch personelle Eruption geschüttelt, was gerade im ersten Duell mit neuem Trainer positiv aber auch negativ ausgehen kann. Das weiß auch Kurtagic, der aufgrund seiner langen Handballzeit in Gummersbach sicherlich ein Auge mehr auf die Entwicklungen bei seinem Ex-Verein wirft: "Garantiert steht unser Gegner nicht da, wo man sich diesen Verein im Vorfeld der anlaufenden Runde vorgestellt hatte. Doch es ist viel passiert. Man weiß nicht, wie die Mannschaft nun reagiert - sicherlich möchte sich jeder Spieler unbedingt präsentieren", erwartet der TVH-Coach.

Besonders gezeigt hatte sich in dieser Spielzeit Rechtsaußen Florian von Gruchalla. Der frühere Flügelflitzer der HSG Düsseldorf erwirtschaftete bisher 43 Treffer zugunsten seiner Farben, und das mit einer sauberen Wurfquote von rund 70 Prozent. Ansonsten verfügt der VfL Gummersbach sicherlich über ein gut situiertes Kollektiv, dem zwar die ganz großen Namen abgehen mögen, die aber beispielsweise mit Nationalkeeper Carsten Lichtlein, dem früheren Wetzlarer Kevin Schmidt oder auch dem talentierten Mittelmann Emil Feuchtmann Perez über gehörige Qualität sprechen dürfen. Aufseiten der Hüttenberger sieht es hinsichtlich des verfügbaren Personals weiterhin gut aus, sodass Kurtagic voraussichtlich auf alle Akteure zurückgreifen kann. "Für uns wird es wichtig sein, dass wir unser Spiel machen und uns nicht mehr irritieren lassen. Daran müssen wir arbeiten", erklärt der Deutsche mit bosnischen Wurzeln.


0