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»Wir sind immer top eingestellt«

Gießener Allgemeine Zeitung

Donnerstag, den 17. November 2016 um 09:04 Uhr

Dominik Mappes vor dem zweiten Doppelspieltag des TV 05/07 Hüttenberg

(mro) Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg steht als Aufsteiger nach dem elften Spieltag mit 16:6 Punkten auf einem mehr als beachtlichen vierten Tabellenplatz, direkt hinter den drei Aufstiegsplätzen. Allerdings geht es in der Liga noch eng zu, sodass der Dessau-Roßlauer HV auf Rang neun auch nur zwei Minuspunkte schlechter platziert ist. Etwas mehr Klarheit könnte das kommende Wochenende mit dem anstehenden Doppelspieltag bringen, wo einige der Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte in direkten Vergleichen die Klingen kreuzen. Wir haben uns vor den Spielen gegen die SG Leutershausen (Fr., 19.30 Uhr) und beim TV Neuhausen (So., 17 Uhr) mit Dominik Mappes, dem 21-jährigen Eigengewächs auf der Spielmacherposition, unterhalten.

- Status quo: Dass der TVH bei seiner Rückkehr in die 2. Liga so einschlägt, »hat bei uns keiner erwartet. Wir sind mit Respekt, aber ohne Angst, diese Aufgabe angegangen, denn wir wissen, was wir können«, bestätigt Mappes, dass die erfolgreiche Drittliga-Saison sicherlich das Selbstvertrauen der Handballer aus Hochelheim und Hörnsheim gesteigert hat. »Zudem sind wir nach dem Aufstieg weitgehend zusammen geblieben, dadurch eingespielt, und unsere Neuen haben sich top integriert.«

- Die Erfolgsfaktoren: Doch nicht nur für das Selbstvertrauen war das eine Jahr 3. Liga gut. »Da die Saison schon fertig war, als die 2. Liga noch gespielt hat, konnten wir den kompletten Mai eine gute Basis im Kraft- und Athletikbereich legen. Das sieht man in den Spielen.« Doch auch dem Trainerteam misst der Rechtshänder einen großen Anteil bei. »Wir sind immer top auf die jeweiligen Mannschaften eingestellt und wissen, was wir gegen unsere Gegner spielen müssen.« Zudem ist für Dominik Mappes die von Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson wiederbelebte 3:2:1-Deckung ein Schlüssel zum Erfolg. »Viele Gegner tun sich dagegen richtig schwer.«

- Das Besondere am Doppelspieltag: »Die Belastung, Freitag und Sonntag zu spielen, ist schon hoch«, gibt der Rückraumstratege die Erfahrungen aus dem ersten Doppelspieltag am Anfang der Saison wieder. »Zudem hat man fast keine Möglichkeit, sich auf den Sonntag-Gegner vorzubereiten«, ist sein klares Bekenntnis, dass er kein Freund davon ist. »Es ist schon schwierig, aber wir müssen das Beste daraus machen.«

- Wie kann man die Kräfte dosieren? »Wir trainieren anfangs der Woche mit normaler Intensität, und Mittwoch, Donnerstag wird dann vermehrt Taktik gemacht, also weniger der Körper und mehr der Kopf belastet«, gibt Mappes einen Einblick in den Trainingsalltag. »Und direkt nach dem Freitagsspiel machen wir mit Peter Nagel (Reha-Trainer – Anm. d. Red.) ein bestimmtes Programm, um schnellstmöglich wieder fit zu werden. Am Samstagmorgen folgt dann eine Einheit wieder mehr für den Kopf, bevor es dann am Sonntag zum Spiel geht.« Zudem hilft natürlich die sinnvolle Kaderzusammenstellung, bei der fast jede Position doppelt besetzt ist. »Tomáš und ich ergänzen uns sehr gut. Wir sind beide unterschiedliche Spielmachertypen. Und er hat natürlich viel mehr Erfahrung. Ich kann noch viel von ihm lernen«, ist der Youngster sowohl mit seinen Spielanteilen wie auch mit der Zusammenarbeit mit dem 34-jährigen tschechischen Ex-Internationalen Tomáš Sklenák hochzufrieden.

- Wie geht es weiter? Eine Punktevorgabe sowohl für das Wochenende wie auch für die weitere Saison gibt es laut Dominik Mappes nicht. »Klar wollen wir beide Spiele gewinnen. Aber jetzt haben wir erst einmal Leutershausen vor der Brust. Diesem Spiel gilt unsere volle Konzentration. Erst danach schauen wir auf Neuhausen«, sieht der Rückraumspieler die bisherige Strategie, von Spiel zu Spiel zu blicken, weiterhin als sinnvoll an. Und will daher auch nicht zu weit in seine eigene Zukunft blicken. »Klar wäre die erste Bundesliga auch irgendwann vielleicht mal reizvoll. Aber da müsste dann schon alles passen. Ich fühle mich hier sehr wohl und konzentriere mich daher voll auf Hüttenberg«, bekennt er sich zu seinem Heimatverein, für den er seit den Minis auf Torejagd geht. Zumal er noch jung ist. »Ich will weiter meine Entwicklung gehen. Aber am wichtigsten ist natürlich die Gesundheit.« Denn ein gesunder Dominik Mappes wäre sicherlich hilfreich, die aktuelle Hüttenberger Erfolgsgeschichte auch über das Wochenende hinaus weiter fortzuschreiben.


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