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Schwer, aber machbar

Gießener Allgemeine Zeitung

Freitag, den 02. Dezember 2016 um 14:37 Uhr

Hüttenberg am Sonntag in Dessau gefordert

(mro) Noch fünf Spieltage sind in der Vorrunde der 2. Handball-Bundesliga zu absolvieren, davon vier noch in diesem Jahr. Und so langsam nimmt die Tabelle Konturen an, da es immer wieder zum direkten Aufeinandertreffen von Mannschaften kommt, die sich in ähnlichen Regionen bewegen. So hat auch der Sensationsdritte TV 05/07 Hüttenberg bis zum Jahreswechsel nur noch gegen Teams der oberen Tabellenhälfte anzutreten.

Vor den Partien gegen Eisenach (Platz 6), Bietigheim (Tabellenführer) und Rimpar (4.) fahren die Mittelhessen am Sonntag zum Dessau-Roßlauer HV, wo um 17 Uhr Anwurf in der Anhalt-Arena Dessau ist. Die Gastgeber sind ebenso wie der TVH als Meister der 3. Liga Nord aufgestiegen und begradigten am Mittwoch mit der 24:32-Niederlage in Ludwigshafen die Tabelle, in der sie den neunten Rang bekleiden. Den Mittelhessen sollte die spielfreie Woche gutgetan haben, um die Akkus wieder ein wenig aufzuladen, war doch in den letzten 20 Minuten im Vorwochenspiel die gewohnte Leichtigkeit etwas dahin.

»Das war sauschwer. Nach dem Doppelspieltag haben vielleicht ein paar Körner gefehlt. Da kann man das Tempo nicht bis zum Ende halten. Das hätte auch umgehen können, aber vielleicht haben uns die paar Prozent mehr Selbstvertrauen gerettet, die man halt mit schon 20 Punkten hat«, analysierte Rechtsaußen Daniel Wernig am Samstag nach dem Spiel gegen Hamm. Doch trotzdem zeigte die Mannschaft von Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson auch in diesem Spiel ihre Qualitäten. »Vor zwei Jahren in der Abstiegssaison hätten wir so ein Spiel am Ende, wie so viele, knapp verloren«, hat nicht nur Wernig deutliche Fortschritte ausgemacht.

Der Sonntag-Gastgeber hat speziell gegen die Spitzenteams der Liga gezeigt, zu was man in der Lage ist. Der ThSV Eisenach war beim 20:28 chancenlos, die Spitzenteams aus Bietigheim und Nettelstedt brachten erst in der Schlussphase ihre Heimsiege unter Dach und Fach. So erwartet der isländische TVHCoach »eine intensive Partie. Gegen Dessaus offensive Deckungsvarianten werden wir die richtigen Lösungen finden müssen. Das wird schwer, ist aber machbar«. Nicht hilfreich für diese Aufgabe ist, dass neben Jan Wörner auch die beiden Mittelmänner Dominik Mappes und Tomáš Sklenák an einem Magen-Darm-Infekt leiden, so dass ihr Mitwirken noch ungewiss ist.


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