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Nächsten Verfolger abschütteln

Gießener Allgemeine Zeitung

Freitag, den 31. März 2017 um 11:46 Uhr

TV Hüttenberg gegen Friesenheim gefordert

(mro). Nach einem spielfreien Wochenende, an dem auch die Spieler mal ein paar Tage freihatten, geht es am Samstag um 19.30 Uhr im Sportzentrum Hüttenberg wieder heiß her. Im zweiten Heimspiel in Folge empfangen die Zweitliga-Handballer des TV 05/07 Hüttenberg mit der TSG Ludwigshafen-Friesenheim den aktuellen Tabellen-Fünften zum Spitzenspiel – und können mit einem Sieg nicht nur Revanche für die unglückliche 24:25-Hinspielniederlage nehmen, sondern auch einen weiteren Verfolger im Aufstiegsrennen auf dann schon acht Minuspunkte Differenz distanzieren.

Doch dazu benötigt es wieder einer hoch  konzentrierten Leistung der Spieler aus Hochelheim und Hörnsheim. Denn die TSG hat nicht nur mit dem Sieg in der Vorrunde gegen den TVH ihre Stärke gezeigt. Erst am Mittwoch schickte man Erstliga-Absteiger ThSV Eisenach mit einer 29:23-Niederlage auf die Heimreise. Und in der letzten Auswärtspartie beim Rangdritten SG BBM Bietigheim verbuchte man mit dem 31:31 einen Teilerfolg. Frank Müller, Co-Trainer der Rothemden, stellte nach der Partie zufrieden fest, dass mit den Rückkehrern Gunnar Dietrich und David Schmidt wieder weitere Optionen zur Verfügung stünden, die Tempohandball bis zur Schlusssirene zulassen. »Günnes ist der Abwehrchef und extrem wichtig, weil er seinen Nebenleuten Sicherheit gibt. Gut, dass er wieder fit ist. Und David spielt eine überragende Runde und gibt nicht nur vorne, sondern auch in der Abwehr Vollgas.«

Auch TVH-Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson kennt die Stärken der Gäste. »Das ist eine gestandene Zweitliga-Mannschaft mit sehr vielen erfahrenen Akteuren. Wir müssen auf alle Fälle die Dynamik von Alexander Feld und David Schmidt unterbinden. Zudem stellt Friesenheim eine kompakte und unangenehme Deckung in unterschiedlichen Varianten. Die müssen wir ausspielen. Denn sie bestrafen Angriffsfehler, da sie extrem kontergefährlich sind.« Zudem warnt er vor dem starken Torhüter Mathias Lenz und ergänzt. »Friesenheim hat eine Riesenqualität im Kader und befindet sich im Aufschwung. Das wird ein hartes Stück Arbeit für uns. Wir brauchen am Samstag eine Top-Leistung und wieder die tolle Unterstützung unserer Fans.«

Denn neben der Stärke des Gegners kommt erschwerend hinzu, dass »unsere Vorbereitung optimaler hätte laufen können«, berichtet der Isländer, der selber bis Mittwoch fünf Tage mit Grippe flachgelegen hat. »Wir haben zusätzlich zur Grippewelle auch noch viele Blessuren zu beklagen. Dominik Mappes und Moritz Lambrecht sind weiter angeschlagen. Ich gehe aber davon aus, dass sie spielen werden.« Was auch wichtig wäre, befindet sich doch gerade Mappes in den letzten Wochen in bestechender Angriffsform, und auch Lambrecht ist als Speerspitze der 3:2:1-Deckung nur schwer zu ersetzen. Weniger optimistisch ist »Adli« da bei Tomáš Sklenák und Jan Wörner. »Tomáš hat einen kleinen Muskelfaserriss und Jan einen Bänderriss im Knöchel«, muss der Coach um seine beiden Rückraumakteure bangen. Daher kann es durchaus sein, dass die lange Zeit verletzten Maximilian Kraushaar und Markus Semmelroth in den Kader rutschen, die zuletzt bereits in der zweiten Mannschaft wieder Spielpraxis sammeln konnten.


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