Drucken

Teampräsentation TV 05/07 Hüttenberg - 25.07.2008

TVH-Pressemitteilungen

25. Juli 2008

(red). Optimistisch geht der TV Hüttenberg in die neue Runde der 2. Handball-Bundesliga Süd der Männer. „Wir haben alles geschafft, was wir bis hierhin schaffen wollten“, zog Coach Jan Gorr bei der gestrigen Teampräsentation im Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Gießen seine Zuversicht aus einer guten ersten Vorbereitungsphase. Aber nicht nur er blickt mit Selbstvertrauen in die nahe Zukunft. „Ich hoffe, wir schneiden besser ab als in der Vorsaison“, möchte Mannschaftskapitän Mario Weber mehr als Platz neun.

Das offizielle Saisonziel steht aber noch nicht. „Wir wollen gemeinsam etwas erreichen. Also werden wir uns unsere Ziele auch gemeinsam stecken“, vertagt der Trainer die Vorgabe um zwei Wochen auf das Trainingslager im baden-württembergischen Altensteig. Dort will er sich mit seinen Schützlingen zusammensetzen und einen gemeinsamen Nenner finden.

Gorrs Meisterschaftsfavoriten heißen HSG Düsseldorf, TV Willstätt, Bergischer HC und HSC Coburg. „Aber auch diese Mannschaften sind schlagbar“, wittert der Hüttenberger Coach gegen die Topteams der Liga eine echte Chance. „In dieser Liga gibt es keine große Kluft oder gar eine Drei-Klassen-Gesellschaft. Jeder kann jeden schlagen.“ Darin liege zwar eine Gefahr, aber eben auch ein großer Anreiz.

Bis zu dem fünftägigen Camp am Rande des Schwarzwalds, wo sich der TVH während des S-Cups unter anderem auch mit den Erstligisten TSV Dormagen und HBW Balingen/Weilstetten misst, steigen die Trainingsumfänge ständig. „Danach verlagert sich der Schwerpunkt in Richtung spielbezogener Einheiten“, gewährte Gorr bei dem Gießener Energieversorger einen tiefen Einblick in seine Trainingsplanung. „Anders als Leichtathleten müssen wir Handballer mehr Einflüsse als nur unsere athletischen Voraussetzungen beachten“, erklärte der als akribischer Arbeiter bekannte 30-Jährige. „Im Mannschaftstraining kann ich nicht alle über einen Kamm scheren. Ich habe unterschiedliche Typen dabei. Bei dem einen muss ich vielleicht Gas rausnehmen, während ich einen anderen mehr fordern muss.“

„Das Training macht riesig viel Spaß“, sagte Mario Weber, denn die „vier bis fünf Wochen Abstand zum Handball in der Sommerpause haben uns allen gut getan“. Dann gibt er aber doch zu: „Wir merken die ersten Trainingswochen. Es war richtig hart. Alles tut weh.“
Sein Mannschaftskollege Andreas Scholz fügt hinzu: „Jeder kämpft, jeder arbeitet. Am Ende werden die Leute spielen, die es aufgrund der Trainingsleistungen auch verdient haben.“

Der Kapitän selbst sieht sich nach einem Jahr Durchhänger in Folge einer Kreuzbandverletzung nun wieder an Bord. „Ich habe länger gebraucht, als ich es mir vorgestellt habe. Jetzt hoffe ich, der Mannschaft mehr helfen zu können als in der abgelaufenen Runde“, so der 27-jährige Regisseur. „Wir werden uns rechtzeitig von den Strapazen der Vorbereitung erholen, um am ersten Spieltag beim Heimspiel gegen die SG BBM Bietigheim (5. September, d. Red.) voll fit zu sein“, verspricht Gorr, dem das Freilos für die erste Runde des DHB-Pokals „gerade recht kommt“.

Optimismus herrscht auch hinter den Kulissen. Nachdem die Marketing GmbH den Etat soeben von 380 000 auf 410 000 Euro angehoben hat, laufen die Planungen für die sich anbahnende eingleisige 2. Liga. „Wir werden alles daran setzen, dieses Ziel sportlich zu erreichen“, behauptet Marketing-Geschäftsführer Lothar selbstbewusst, stellt aber gleichzeitig klar: „Ein finanzielles Risiko ist aber nicht unser Ding und wird es bei uns auch nicht geben.“


0