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TV Hüttenberg schlägt sich tapfer gegen die Füchse

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Montag, den 18. September 2017 um 07:09 Uhr

Dominik Mappes versucht durch die Füchse-Abwehr zu kommen (Foto: Marc Thürmer)(lum) Aufsteiger TV 05/07 Hüttenberg ist auch im fünften Spiel der laufenden Saison 2017/18 in der DKB-Handball-Bundesliga ohne Sieg geblieben. Beim 28:30 (16:16) gegen die Füchse Berlin schlug sich der Underdog in der Sporthalle Gießen-Ost wieder einmal wacker und hatte in der ersten Halbzeit klar die besseren Spielszenen, doch am Ende setzte sich die Erfahrung der Füchse verdientermaßen durch. „Wir haben ein gutes Spiel geliefert. Es waren aber einige Sachen da, die wir hätten besser verteidigen müssen“, so TVH-Cheftrainer Aðalsteinn Eyjólfsson. „Ein paar mehr Tempogegenstöße hätten wir reinmachen müssen, um heute hier zu Punkten.“

In der umkämpften Anfangsphase gingen die Füchse aus Berlin durch Fabian Wiede zunächst in Front, doch beim 1:1 von Mappes (2.) und dem 3:3 von Daniel Wernig blieb Hüttenberg am Favoriten dran. Mit der zweikampfstarken 3:2:1-Deckung brachte der TVH die Gäste ein ums andere Mal aus dem Konzept und erkämpfte sich die Bälle, auch weil sich Berlin ohne den verletzten Steffen Fäth im Offensivspiel überraschend schwertat. Mit zwei schnellen Kontertoren von Wernig und Hofmann stellte Hüttenberg auf 6:4 (10.) und blieb auch beim 11:9 (20.) von Ragnar Johannsson weiter vorne. Berlin zeigte nun Nerven und vergab im Angriff einige Möglichkeiten. Wenig später netzte der eingewechselte Vladan Lipovina zum 13:10 (23.) ein und brachte die Atmosphäre in der Osthalle damit zeitweise zum Kochen. Füchse-Coach Velimir Petkovic hatte genug gesehen und nahm die Auszeit.

Moritz Lambrecht nimmt gegen Füchse-Torhüter Petr Stochl Maß - doch der kann den Wurf parieren (Foto: Marc Thürmer)Bis zum 16:13 durch Szymon Sicko behauptete Hüttenberg den Vorsprung und schwamm auf einer kleinen Erfolgswelle. Doch das Gegenpressing und schnelle Konterspiel hatte die Blau-Weiß-Roten viel Kraft gekostet. Berlin stemmte sich in der Schlussphase der ersten Halbzeit zurück in die Partie. Petar Nenandic – der erfolgreichste Torschütze am Sonntagmittag – brachte seine Mannschaft beim 14:16 wieder heran und traf praktisch mit dem Pausenpfiff per schnell ausgeführtem Freiwurf noch zum 16:16.

Nach dem Wiederanpfiff sorgte Tim Stefan für das 17:16, doch die Füchse hatten jetzt die richtige Antwort auf die Abwehrarbeit der Blau-Weiß-Roten gefunden. Mit vier Toren in Serie setzten sich die Bundeshauptstädter auf 20:17 ab, auch da Hüttenberg nun seine schlechteste Phase im Angriff erwischte und fast zehn Minuten lang ohne eigenen Treffer blieb. Erst Lipovina ließ den Gastgeber beim 18:20 wieder aufwachen und hielt auch beim 22:24 (47.) den TVH weiter im Spiel. In der hektischen Schlussphase versagten den Hüttenbergern gleich zweimal im Tempogegenstoß die Nerven, doch beim 27:28 (58.), durch den Treffer von Moritz Zörb, schnupperte der Außenseiter ein letztes Mal an der Sensation.

Berlin zeigte nun Nervenstärke und die nötige Erfahrung. Allerdings agierte die Petkovic-Sieben einige Male sehr nah am Zeitspiel und ließ Hüttenberg so kaum noch in Ballbesitz kommen. Nenandic und Erik Schmidt sorgten mit ihren Toren zum 30:27 für die Entscheidung. Den Schlusspunkt setzte Daniel Wernig per Siebenmeter.

Aufstellung Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Stefan (3), Sklenak (1) ,Lambrecht, Wernig (7/6), Rompf (3), Zörb (2), Fernandes (1), Johannsson (1), Sicko (1), Roth, Mappes (4), Hofmann (1), Hahn, Lipovina (4).

Aufstellung Berlin: Heinevetter, Stochl; Wiede (4), Vukovic (1), Struck (1), Gojun, Nenadic (9), Plaza Jimenez (2), Lindberg (3/3), Zachrisson (4), Simak, Schmidt (2), Drux (4).

Zeitstrafen: 6:8 Min. – Siebenmeter 6/6:3/3. – Zuschauer 1750. – Schiedsrichter: Christian vom Dorff/ Fabian vom Dorff.


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