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Kein Heimsieg bei Kurtagic-Premiere

Aktuelles

Montag, den 06. November 2017 um 15:06 Uhr

TV Hüttenberg geht gegen TVB 1898 Stuttgart leer aus

(lum) Aufsteiger TV 05/07 Hüttenberg hat in der DKB Handball-Bundesliga am 11. Spieltag eine Heimniederlage gegen den TVB 1898 Stuttgart einstecken müssen. Am Ende stand ein 23:28 (11:14) auf der Anzeigetafel in der Gießener Sporthalle-Ost zu Buche. Da die Konkurrenz aber ebenfalls keine Punkte einsammelte, bleiben die Mittelhessen weiterhin der Tabellenfünfzehnte der „stärksten Liga der Welt“. Hüttenbergs neuer Cheftrainer Emir Kurtagic hatte sich im Vorfeld seiner Premieren-Partie gegen die Schwaben einen Punktgewinn gewünscht, doch davon war der TVH am Sonntagmittag weit entfernt. Während bei Hüttenberg gerade die Offensive und die Torhüterleistung nicht zu überzeugen vermochten, glänzte Stuttgart mit starkem Angriffsspiel über die Außen und einem sicheren Johannes Bitter im Tor.

2241 Zuschauer boten dem Hüttenberger Team in der Osthalle eine erstligawürdige Atmosphäre mit teilweise ohrenbetäubender Lautstärke. Tim Stefan hatte den TVH mit 1:0 in Front gebracht, ehe Bittenfeld mit dem 3:2 durch Schagen das Spiel schnell wieder drehte und dann selbst vorlegte. Über das 5:3 und 6:3 legten die Gäste weiter vor. Das 7:4 von Dominik Weiß in der 12. Minute zwang Kurtagic zur ersten personellen Umstellung. Im Kasten übernahm Fabian Schomburg für den bis dahin glücklosen TVH- Kapitän Matthias Ritschel. Zwar hielt Dominik Mappes per Einzelaktion den TVH mit seinem 5:9 (17.) weiter im Spiel, doch nur wenige Augenblicke später, kam es zur ersten Aufregerszene der rassigen Bundesliga-Partie. Tomasz Sklenak wurde wegen einer angeblichen Tätlichkeit innerhalb seiner Abwehraktion mit einer roten Karte vom Feld gestellt – der Routinier wurde in der Folge von seiner Mannschaft schmerzlich vermisst.

Als Bittenfeld nur wenig später den frei durchgestarteten Moritz Lambrecht in einem Tempogegenstoß abräumte, entschied das Gespann lediglich auf Zeitstrafe. Immerhin sorgte Jannik Hofmann in Überzahl für das 6:11 und wenig später war Hüttenberg mit dem 10:12 von Vladan Lipovina wieder dran (27.). Allerdings fanden die Mannen von TVB-Cheftrainer Markus Baur noch vor der Halbzeit wieder zu eigenem Rhythmus und nahmen den Vorsprung beim 14:11 mit in die Pause.

Im zweiten Abschnitt rannte Hüttenberg weiter an und blieb über den stark aufspielenden Mappes weiter gefährlich, doch mehr als ein 15:19 (37.) von Ragnar Jóhannsson oder das 20:24 von Lipovina (48.) sollten für die Blau-Weiß-Roten an diesem Mittag nicht drin sein. Bittenfeld fand in den direkten Gegenzügen meist die Möglichkeit schnell nachzulegen und war dabei über den Rückraum oder die Außenspieler immer gefährlich. Das 27:21 von Stefan Salger (55.) sorgte bereits für die Vorentscheidung. Eine kämpferische und spannende Osthallen-Schlussphase, wie zuletzt gegen die Eulen Ludwigshafen oder Frisch auf! Göppingen, blieb diesmal aus.

Aufstellung Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Stefan (2), Sklenak, Wörner, Lambrecht, Wernig (2/1), Rompf (3), Zörb, Fernandes, Jóhannsson, Roth, Mappes (7/2), Hofmann (1), Hahn (1), Lipovina (4).

Aufstellung Stuttgart: Bitter, Maier; Kienzle, Häfner (1), Salger (2), Weiss (6), Schagen (6/3), Schweikardt (5), Späth (1), Rothlisberger, Burmeister, Kretschmer (6), Orlowski (1), Pfattheicher.

Zeitstrafen: 2:8 Min. – Siebenmeter: 3/3:3/3. – Rote Karte: Sklenak (TVH/18.) . – Zuschauer: 2241. – Schiedsrichter: Immel/Klein.

Stimmen zum Spiel:

TVH-Trainer Emir Kurtagic: „Glückwunsch an Stuttgart zum verdienten Sieg. In der ersten Halbzeit hatten wir sieben oder acht technische Fehler, die zu sehr einfachen Gegentoren geführt haben. Der TVB hat das Spiel sehr breit gemacht und lang und konzentriert gespielt. Damit haben sie uns das Leben schwergemacht. Meine Jungs waren heiß – wollten alles geben –  und sind vielleicht in einige Situation zu übereifrig reingegangen. Unsere Torhüterleistung war heute leider auch nicht so, wie wir uns das gewünscht haben. Mit der roten Karte gegen Sklenak waren das zu viele negative Aspekte in diesem Spiel. Das müssen wir jetzt schnell abhaken und weiter Gas geben.“

TVB-Trainer Markus Baur: „Ich muss an meiner Mannschaft ein riesen Kompliment machen. Wir haben in der Abwehr gearbeitet und viele Fehler auf Seiten von Hüttenberg erzwungen. Dabei sind wir sehr viele weite Wege gegangen und haben offensiv gedeckt. Im Angriff haben wir durch clevere Übergänge Räume geschaffen und mit einer guten Abschlussquote die Basis für den Sieg gelegt. Johannes Bitter im Tor hat uns heute auch enorm geholfen und für einen sicheren Rückhalt gesorgt.“


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