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Niederlage im letzten Heimspiel des Jahres gegen Leipzig

Aktuelles

Freitag, den 22. Dezember 2017 um 14:56 Uhr

(lum) Keine besinnliche Weihnachtszeit für die Handballer des TV 05/07 Hüttenberg in der DKB Handball-Bundesliga. Am Donnerstagabend unterlag die von Emir Kurtagic geführte TVH-Sieben mit 20:24 (8:13) gegen den SC DHfK Leipzig. Besonders bitter: Durch die überraschende Niederlage des TSV GWD Minden im Derby gegen den TuS N-Lübbecke müssen die Mittelhessen die Nettelstedter in der Tabelle wieder an sich vorbeiziehen lassen und rutschen damit erneut auf einen Abstiegsplatz. Kommenden Donnerstag steht für den TVH noch der Jahresabschluss bei Frisch Auf! Göppingen, ehe das Team dann nach der EM-Pause den THW Kiel in Gießen empfängt.

2103 Zuschauer hatten die Partie in der Osthalle in Gießen verfolgen wollen. Laut wurde es im „Hexenkessel Mittelhessen“ bereits vor dem Spiel, als die Blau-Weiß-Roten erstmals offiziell ihr neues Maskottchen „Rollo“ vorstellten. Sportlich blieb der Auftakt in die Partie gegen die Sachsen dann eher wenig erfolgreich. Hüttenberg tat sich sichtlich schwer und brach nur selten erfolgreich durch die Abwehr der Gäste. SC-Goalgetter und Linksaußen Yves Kunkel war nach fünf Spielminuten zum 4:0 ein. Es dauerte bis zur neunten Spielminute, ehe Sebastian Roth zum 1:4 erfolgreich war.

Im weiteren Verlauf blieb Leipzig die tonangebende Mannschaft. Markierte auch das 7:1. Christian Rompf brachte die Hüttenberger beim 4:8 (19.) wieder heran. Doch die Angriffsleistung des TVH blieb am Donnerstagabend überwiegend zu schwach. Zudem scheiterte das Team ein ums andere Mal am gut aufgelegten Milos Putera im SC-Kasten. Die Rückkehr von Spielmacher Dominik Mappes, der zuletzt in Hannover wegen einer Gelenkverstauchung gefehlt hatte, brachte in der Offensive ebenfalls nicht die nötigen Impulse. Der 22-Jährige überzeugte aber einmal mehr mit seiner individuellen Klasse, als die Blau-Weiß-Roten zur Halbzeit noch per Rückraumtreffer und Siebenmeter auf 8:13 heranbrachte.

In der zweiten Hälfte war es vor allem Vladan Lipovina, der im Rückraum des TVH Gefahr ausstrahlte. Wie auch Dominik Mappes erzielte er am Donnerstagabend sechs Treffer. Näher als beim 11:15 (37.) von Tomas Sklenak und dem 15:19 (48.) von Lipovina kamen die Hessen aber zunächst nicht mehr heran. Als Leipzigs Aivis Jurdzs in der 57. Minute auf 23:18 stellte war die Messe für den Aufsteiger gelesen.

Aufstellung Hüttenberg: Ritschel, Schomburg; Stefan, Sklenak (2), Lambrecht (1), Wernig, Rompf (1), Zörb (1), Fernandes (1), Jóhannsson, Sicko, Roth (1), Mappes (6/3), Hofmann (1), Hahn, Lipovina (6).

Aufstellung Leipzig: Vortmann, Putera; Semper (2), Rojewski (3), Jurdzs (4), Krzikalla (3), Binder, Pieczkowski (6), Kunkel (5/2), Roscheck, Rivesjo, Strosack, Meschke, Milosevic (1).
Zeitstrafen: 4:10 Min. – Siebenmeter: 3/4:2/3. – Zuschauer: 2103. – Schiedsrichter: Christoph Immel, Ronald Klein.

Stimmen zum Spiel:

TVH-Trainer Emir Kurtagic: Glückwunsch an Leipzig zu zwei Punkten. Ich denke über 60 Minuten auch verdient. Wir haben leider zum wiederholten Male einfach zu naiv in der Anfangsphase agiert. Da müssen wir einfach besser werden. Dann steht es nicht 7:1 nach zehn Minuten und wir können auf Leipzig vielleicht einen anderen Druck ausüben. Das ist das, was mich ein wenig ärgert. Es immer in ein Zeichen, wenn man klare Chancen verwirft. Es zeigt, dass wir durchaus etwas richtig gemacht haben, dann aber es hinnehmen müssen, dass wir diese klaren Möglichkeiten nicht genutzt haben. Nichtdestotrotz, es gehört auch immer ein Gegner dazu. Leipzig hat das heute in der Abwehr gut gemacht.“

SC-Trainer André Haber: „Seit unserer Niederlage gegen den Deutschen Meister haben wir jetzt fünf Mal gewonnen und uns sehr stabil präsentiert. Das war auch heute notwendig. Wir wussten im Vorfeld, dass Hüttenberg eine Mannschaft hat, die über 60 Minuten ackert und immer offensiv verteidigt. Wir haben einen extrem starken Spielstart erwischt und hätten zur Halbzeit auch höher führen können, wenn wir uns da nicht selber im Weg gestanden hätten. Nach der Halbzeit wurde es dann ein ganz enges Kampfspiel, in dem Hüttenberg auch immer Tuchfühlung hatte. Unsere Deckungsleistung war heute der Schlüssel zum Erfolg.“


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